Sport

Meine Tops und Flops beim Australien Grand Prix

Kolumne zu aktuellen Formel-1-Themen von Markus Miksch.
Heute Redaktion
14.09.2021, 03:37

Liebe Heute.at-User,

die ersten knapp über 300 Kilometer des neuen Formel-1-Jahres sind Geschichte. Auch wenn das Ergebnis im Albert Park in Melbourne kaum als Gradmesser für die restliche Saison gesehen werden kann, dürfen wir uns 2012 noch auf viele spannende Rennen freuen.

Wer beim Saisonauftakt den stärksten Eindruck hinterließ und wer enttäuschte erfahren Sie in meinen Tops und Flops des Grand Prix von Australien.

Top:

Jenson Button

Der Brite schob sich gleich beim Start an Polesetter und Teamkollege Lewis Hamilton vorbei. Danach kontrollierte der „Reifenflüsterer“ das Rennen nach Belieben. Sobald Hamilton oder Sebastian Vettel von hinten Druck machten, konterte er mit einer Top-Runde. Auch beim Restart nach der Safety-Car-Phase behauptete er die Führung und fuhr souverän zum Sieg.

Kimi Räikkönen

Von Startplatz 17 auf Rang sieben, der Finne überzeugte bei seinem Comeback und bewies, dass er seine Racer-Qualitäten nicht eingebüßt hat.

Sauber F1 Team

Nach der miserablen Quali war nicht damit zu rechnen, dass beide Piloten punkten. Doch Sergio Perez raste vom letzten Startplatz zu Rang acht. Teamkollege Kamui Kobayashi verzückte die Zuschauer einmal mehr mit atemraubenden Überholmanövern. Auch der Japaner (Startplatz 13) machte im Rennen einen gewaltigen Sprung nach vorne und wurde Sechster.

Red Bull Racing

Auf einer Strecke, die den Qualitäten des RB8 nicht gerade entgegenkommt, waren Sebastian Vettel und Mark Webber die zweite Kraft hinter McLaren. Die Performance im Qualifying war für das Weltmeisterteam nicht zufriedenstellend, im Rennen war der Austro-Rennstall aber wieder voll da.

Die Flops von Australien finden Sie auf der nächsten Seite.

Flop:

Abschleppwagen

In der 37. Runde musste das Safety-Car ausrücken, weil Vitaly Petrov seinen defekten Caterham auf der Zielgerade abstellte. Was danach passierte fällt unter die Kategorie unorganisiert. Der Abschleppwagen musste erst über die halbe Strecke fahren, um zum kaputten Gefährt zu kommen. Dabei wurde er vom Safety-Car und den Boliden eingeholt, die sich stark einbremsen mussten.

Weiter hinten kam es fast zu Auffahrunfällen. „Der Lastwagen war aber so langsam, dass ich sogar die Kupplung ziehen musste, um das Auto ausreichend zu verzögern. So etwas hatte ich zuvor noch nicht gesehen“, schilderte Jenson Button. Wieso forderte die Rennleitung den Abschleppwagen nicht auf, zur Seite zu fahren, um den Tross passieren zu lassen?

Mercedes GP

Im Qualifying stark, im Renntrimm aber nicht unter den Top-Teams. Bei Michael Schumacher machte das Getriebe schlapp. Nico Rosberg hielt sich mit Mühe in den Top-Ten, eine Kollision in der letzten Runde, bei der er sich einen Reifen ruinierte, kostete ihn aber sämtliche Punkte.

Ferrari

Im Qualifying eine Katastrophe, im Rennen kaum besser. Felipe Massa kam nach einem Crash mit Landsmann Bruno Senna nicht ins Ziel. Fernando Alonso wurde immerhin Fünfter, musste sich aber bis zuletzt gegen die Angriffe von Pastor Maldonado im Williams wehren. Von Red Bull und McLaren sind die Italiener weit entfernt.

Nervenstärke mancher Piloten

Sowohl Pastor Maldonado als auch Nico Rosberg warfen sichere WM-Punkte durch unnötige Fahrfehler in der letzten Runde weg. Auch die Toro-Rosso-Youngsters Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne verschenkten bessere Platzierungen wegen Ausritten und Crashes.