Polit-Prominenz am Staatsball

Meinl im EU-Kleid, Pröll mit deutscher Ministerin

Die Regierungsloge war heuer spärlich besetzt – nur drei Minister und zwei Staatssekretäre waren am Opernball. Für zwei war es das erste Mal.
Heute Politik
13.02.2026, 00:23
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Österreichs Regierungspolitiker gaben sich 2026 als Ballmuffel, nur wenige Minister tanzten in der Oper an.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Gattin Doris Schmidauer hatten heuer keinen offiziellen Staatsgast in der Mittelloge. Die war ohnehin recht spärlich besetzt. Bundeskanzler Christian Stocker fehlte wegen eines EU-Termins.

Im ID Austria Bus zum Red Carpet

Er wurde von seinem Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) vertreten, der die deutsche Forschungsministerin Dorothee Bär (CDU) eingeladen hatte – zum Red Carpet fuhren sie übrigens im ID Austria Bus. "Dorothee Bär steht wie kaum eine andere für Zukunftsthemen in Europa. Deutschland ist unser wichtigster Wirtschaftspartner – und wenn wir über Schlüsseltechnologien sprechen, dann müssen wir das europäisch denken", so Pröll gegenüber "Heute".

Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) vertrat den Kanzler am Ball und hatte als Gast die deutsche Forschungsministerin Dorothee Bär.
Sabine Hertel

Zwei Debüts am Staatsball

Aus der VP-Regierungsriege tanzte zudem Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner an. Sie war überhaupt zum ersten Mal am Opernball – in einem Kleid der österreichischen Designerin Dagmar Mikolics. "Der Opernball ist nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch eine Bühne für unser heimisches Handwerk. Mir ist wichtig zu zeigen, wie viel Können und Kreativität in österreichischen Ateliers steckt", erklärte Zehetner.

Auch gab Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) seine Premiere am Opernball. Als Gast hatte er seinen langjährigen Freund Max Minichmayr, Klient der Lebenshilfe Werkstätte Baden und leidenschaftlicher Tänzer.

Meinl-Reisinger in eigener Loge

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos, in einem EU-inspirierten Kleid der Wiener Designerin Julia Lara König) besuchte den Opernball mit ihren Amtskolleginnen Elisa Spiropali aus Albanien und Maria Theresa Parreno Lazaro von den Philippinen. Sie hatte mit ihren Gästen eine eigene Loge – direkt neben jener der Regierung.

Die Außenministerin setzte mit ihrem Kleid ein Statement für Europa. Die blaue Robe mit gelben Sternen der EU-Flagge ließ sie sich von der Wiener Designerin Julia Lara König fertigen.

Außenministerin Meinl-Reisinger im EU-Kleid – für sie geschneidert von der Wiener Modedesignerin Julia Lara König.
Andreas Tischler / Vienna Press

Auch Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) war am Ball – ebenso wie Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), der als Gast den Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher in seiner Loge hatte. Aus Oberösterreich reiste Landeshauptmann Thomas Stelzer an.

Provokation am Kleid

Provokant der Auftritt der EU-Abgeordneten Lena Schilling: Auf ihrer Robe prangte in großen Lettern: "Tax the Rich, Save the Climate" – also "Besteuert die Reichen, rettet das Klima".

Deutliche Präsenz zeigte ein Ex-Politiker: Altkanzler Sebastian Kurz hatte mit seiner IT-Firma gleich zwei Logen, begrüßte dort unter anderem die frühere Ministerin Elisabeth Köstinger.

Nationalbank-Chef Martin Kocher mit Sacher-Lady Elisabeth Gürtler beim Empfang im Sacher vor dem Ball.
Denise Auer

Wirtschafts-Gipfel

Wie stets war Opernball auch ein kleiner Wirtschafts-Gipfel. Gesehen wurden etwa Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher, Sacher-Lady Elisabeth Gürtler, Verbund-Chef Michael Strugl, Gio Hahn und Susanne Riess-Hahn, Superfund-Gründer Christian Baha mit Ex-Leichtathletin Steffi Graf. In einer eigenen Loge residierte Strabag-Gründer Hans Peter Haselsteiner. Ebenso wie Wiens Wirtschaftskammerboss Walter Ruck.

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