Melissa Naschenweng (35) spricht im krone.tv-Podcast "Message. Macht. Medien" ungewohnt offen über gesellschaftliche Themen – und sorgt mit ihren Aussagen für Aufsehen. Vor allem bei Gendern und Frauensicherheit nimmt die Schlagersängerin kein Blatt vor den Mund.
Als Polit-Insider Gerald Fleischmann sie fragt, ob sie sich bei öffentlichen Debatten bewusst zurückhalte, um keine Fans zu verlieren, kommt schnell das Thema Gendern zur Sprache. Melissa gibt offen zu, dass sie sich mit gendergerechter Sprache nicht wohlfühle.
"Ich fühle mich trotzdem gleich viel wert, obwohl ich oft einmal auf das Gendern verzichte, oder eigentlich immer", erklärt die Kärntnerin ehrlich. Oft denke sie sich selbst: "Ich weiß gar nicht mehr, ob das grammatikalisch richtig ist."
Besonders emotional wird Melissa beim Thema Frauensicherheit. Auf die Frage, ob sie sich nachts in Städten wie Wien, Graz oder Linz sicher fühle, antwortet sie schonungslos ehrlich: "Ich habe Angst und ich finde, dass es schade ist, dass man in einem eigenen Land Angst haben muss. Ich fühle mich als Frau allein nicht sicher."
Auch zur damaligen Diskussion rund um Andreas Gabalier und die Bundeshymne ohne die Zeile "Heimat großer Töchter" hat Naschenweng eine eindeutige Haltung: "Ich habe das nie schlimm gefunden. Dann hat er es halt so gesungen, wie er es gelernt hat. Ich fühle mich deswegen nicht diskriminiert als Frau", sagt die Sängerin.