Als Mensch ist er anfangs unzugänglich. Aber Bode ist nicht abgehoben. Wen er hinter seine Fassade blicken lässt, der erlebt einen offenen, cleveren Typen. In Sölden erzählte er mir von seinem verstorbenen Bruder Chelone. "Ich habe seine positive Energie übernommen", sagte er. Miller ist ein Charakterkopf. Er hat eine klare Meinung, die er auch sagt – immer, egal wem. Das unterscheidet ihn von den meisten anderen Skifahrern. Auch darum lieben ihn die Fans. Bode tanzt nach keiner Pfeife.
Auf der Piste ist Bode geladen wie eine Dynamitstange. Mit dieser Aggressivität kann er auch nach mehrmonatiger Pause aus dem Nichts zünden und gewinnen. So wie bei der WM 2015, als er nach einer Rücken-OP im Super-G bei den Zwischenzeiten vorn lag, dann brutal stürzte. Es war wohl nicht sein letztes Rennen. Bald heißt es wieder: Bode gibt Gas – Spital oder Sieg