Bewegende Szenen

Menschen weinen vor Palast – Norwegen bangt um König

Die Sorge um König Harald wächst. Während der 89-Jährige in "sehr ernstem" Zustand im Krankenhaus liegt, versammeln sich Hunderte vor dem Schloss.
Heute Entertainment
27.08.2026, 16:45
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Stille, Blumen und Tränen vor dem königlichen Schloss in Oslo: Rund 400 Menschen haben sich am Donnerstag auf dem Slottsplassen versammelt, um ihre Verbundenheit mit König Harald V. zu zeigen.

Der Monarch befindet sich bereits seit mehreren Tagen im Osloer Rikshospitalet. Sein Gesundheitszustand hatte sich zuletzt weiter verschlechtert und wird vom norwegischen Königshaus als "sehr ernst" bezeichnet.

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Blumen und Kerzen für König Harald

Vor dem Schloss legen besorgte Norweger Blumensträuße nieder, zünden Kerzen an und hinterlassen persönliche Botschaften für ihren König. Viele können ihre Tränen kaum zurückhalten, berichtet "Dagbladet" aus nächster Nähe.

Harald steht seit 35 Jahren an der Spitze Norwegens und genießt in der Bevölkerung große Beliebtheit. Nun wächst im ganzen Land die Sorge um den 89-Jährigen.

Auch die Königsfamilie ist inzwischen im Krankenhaus zusammengekommen. Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit erschienen schwarz gekleidet und sichtlich mitgenommen. Königin Sonja traf ebenfalls ein, später kamen Haralds Schwester Prinzessin Astrid sowie seine Enkel Ingrid Alexandra und Sverre Magnus.

"Es ist ein großer Ernst. Das Kronprinzenpaar wirkt gezeichnet, und das ist völlig verständlich", beschreibt "Dagbladet"-Kommentatorin Sigrid Hvidsten die Stimmung.

Haakon übernimmt Regentschaft

Kronprinz Haakon hat inzwischen die Regentschaft übernommen und vertritt seinen Vater in allen offiziellen Angelegenheiten.

Die dramatische Lage hat längst auch Auswirkungen auf das politische und kirchliche Leben des Landes. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sagte kurzfristig eine geplante Deutschlandreise ab. Parlamentspräsident Masud Gharahkhani brach einen Island-Besuch ab, Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses reisen vorzeitig aus Südkorea und Japan zurück.

Selbst Norwegens Bischöfe haben ihre derzeitige Studienreise in Rom abgebrochen und machen sich auf den Weg zurück in die Heimat.

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