Nach sechs Jahren in Kalifornien kehren Prinz Harry und Herzogin Meghan mit ihren Kindern Archie und Lilibet offenbar überraschend nach Großbritannien zurück. Es soll eine Rückkehr auf Dauer sein. Die beiden Kinder sollen laut britischen Medien bereits an einer britischen Schule angemeldet sein.
Gleichzeitig dürfte Harrys Wunsch, seinen Nachwuchs stärker mit seiner Heimat und König Charles III. zu verbinden, eine Rolle spielen. Nach dem Treffen mit seinem Vater und Königin Camilla im Juli auf Highgrove soll Harry laut Quellen aus seinem Umfeld "sehr glücklich" und "voller Energie" gewesen sein. Nun wolle er neben seinen Charity-Projekten auch seine Verbindungen nach Großbritannien wieder intensiver pflegen.
Für seine beiden Kinder soll sich Harry laut "GB News" eine traditionelle britische Schulausbildung und ein möglichst normales Leben fernab des kalifornischen Medienrummels wünschen. "Der Plan sieht für ihn vor, dass er mindestens die nächsten 12 bis 15 Jahre hier verbringen wird", heißt es.
Genau das wirkt nun widersprüchlich: Jahrelang betonte Harry, wie sehr er, Meghan und die Kinder in Großbritannien unter dem Leben im Königshaus, dem Mediendruck und fehlender Sicherheit gelitten hätten. Der Umzug in die USA sei deshalb notwendig gewesen – nun soll ausgerechnet Großbritannien der Ort sein, an dem seine Kinder aufwachsen.
Dass ausgerechnet jetzt ein kompletter Neustart in England ansteht, wirft Fragen auf. Schließlich hatten Harry und Meghan jahrelang von Missständen sowie fehlender Sicherheit berichtet; nach ihrem Rücktritt wurde Harry nämlich der staatliche Schutz entzogen, was ihn besonders belastet haben soll.
Hinzu kommen wiederum Spekulationen über den Gesundheitszustand von Charles, dessen Krebserkrankung seit Monaten kaum noch öffentlich thematisiert wird. Während Kate mittlerweile als krebsfrei gilt, zieht sich die Behandlung des Monarchen bereits seit Februar 2024 ohne ein konkretes Update des Palasts. Es steht deshalb im Raum, dass es um den König weit aus kritischer stehen könnte, als man bisher öffentlich zugegeben hatte und der Prinz deshalb so plötzlich zurückgezogen ist.
Auch Harrys kostspielige Niederlage im Rechtsstreit gegen den Verlag hinter der "Daily Mail" könnte etwas mit dem Comeback zu tun haben: Gemeinsam mit Elton John, David Furnish, Elizabeth Hurley, Sadie Frost, Baroness Doreen Lawrence und Sir Simon Hughes muss er laut britischen Medien rund 11 Millionen Euro Prozesskosten tragen.
Die Kläger hatten dem Verlag unter anderem Telefon-Hacking, das Abhören von Festnetzanschlüssen, den Einsatz von Privatdetektiven und das Beschaffen persönlicher Daten mit illegalen Methoden vorgeworfen. Der High Court in London wies die Vorwürfe Anfang Juli jedoch als nicht ausreichend bewiesen zurück.
Hier sehen einige ebenfalls eine Verbindung zu Harrys Umzug. Spitze Zungen behaupten nämlich, dem jüngsten Sohn von Charles dürfte das Geld ausgegangen sein. Die große Karriere blieb sowohl bei ihm als auch bei Ehefrau Meghan die letzten Jahre eher aus - langfristige Einnahmequellen gab es dabei kaum.
Zusätzlich kursieren Gerüchte über Spannungen zwischen Harry und Meghan. Royal-Biograf Andrew Lownie sagte gegenüber "News24", Harrys Versuch, sich von der Royal Family zu lösen, habe nicht wie erhofft funktioniert und er wolle nun in Großbritannien wieder stärker Fuß fassen. Beruflich würden er und Meghan angeblich zunehmend eigene Wege gehen. Belege für eine Ehekrise gibt es allerdings nicht, die Sussexes haben sich dazu nicht geäußert.
Dennoch soll Meghan laut Medienberichten nicht durchgehend in England bleiben. Aufgrund ihrer Unternehmen und eines Schauspiel-Comebacks, soll sie immer wieder in die USA zurückreisen, heißt es.
Hinzu kommen mögliche Probleme mit seinem US-Visum. Harrys öffentliche Auseinandersetzungen mit Donald Trump sowie seine Drogen-Beichte in seiner Autobiografie "Reserve" werden seit Monaten thematisiert und könnten für seinen weiteren Aufenthalt in Kalifornien zum Problem werden. Ob darin tatsächlich ein Grund für die Rückkehr nach Großbritannien steckt, bleibt allerdings offen.