Große Namen sind offenbar noch lange keine Garantie für große Erfolge. Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) mussten mit ihrem neuesten Hollywood-Projekt einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen.
Mit ihrer Produktionsfirma Archewell Productions fungieren die beiden als Executive Producer der Dokumentation "Cookie Queens". Der Film begleitet junge Pfadfinderinnen in den USA beim Verkauf der berühmten "Girl Scout Cookies" und feierte bereits im Jänner beim Sundance Film Festival Premiere.
Seit 7. August läuft die Doku auch in US-Kinos. Doch der große Ansturm blieb bislang aus.
Besonders bitter für Harry und Meghan: Geschlagen wurde ihr Projekt ausgerechnet von – Katzenvideos.
"CatVideoFest 2026", eine Zusammenstellung von Internet-Clips mit Katzen, spielte zum Start rund 569.000 Dollar ein – und das in lediglich 255 Kinos. "Cookie Queens" startete hingegen in 446 Kinos und kam zunächst nur auf rund 328.000 Dollar. Pro Leinwand waren das gerade einmal 735 Dollar.
Für Royal-Kommentatorin Kinsey Schofield ist das ein weiteres Warnsignal. Gegenüber "Page Six" findet sie nun deutliche Worte für die Zukunft des Paares.
Sie würde Harry und Meghan raten, beruflich für eine Weile zu "verschwinden", die Zahl ihrer Ankündigungen drastisch zu reduzieren und sich stattdessen auf ein einziges wirklich überzeugendes Projekt zu konzentrieren. Dafür sollten sie sich mit erfahrenen Leuten umgeben, die wissen, wie man eine solche Produktion erfolgreich umsetzt.
Dabei geht es Schofield nicht darum, dass sich Harry und Meghan komplett aus der Öffentlichkeit zurückziehen sollen. Ihr Ratschlag bezieht sich ausdrücklich auf ihre berufliche Strategie.
Statt immer wieder neue Marken, Projekte und Ankündigungen zu präsentieren, sollten sie ihrer Ansicht nach weniger reden und mehr liefern.
Eine beschädigte Reputation lasse sich durchaus wieder herstellen, glaubt die Kommentatorin. Dafür brauche es allerdings keine weitere Neuerfindung und keine neue Hochglanz-Werbekampagne. Entscheidend sei am Ende schlicht ein Erfolg.
Genau diese Frage wird nach "Cookie Queens" nun immer lauter gestellt.
Harry und Meghan können weiterhin enorme internationale Aufmerksamkeit erzeugen. Schofield weist allerdings darauf hin, dass Schlagzeilen nicht automatisch bedeuten, dass Menschen auch bereit sind, für ein Produkt zu bezahlen.
Nach dem Royal-Aus 2020 schien das zunächst noch anders. Das große Oprah-Interview, die Netflix-Dokuserie "Harry & Meghan" und Harrys Memoiren "Spare" erzeugten weltweit enorme Aufmerksamkeit.
Bei Projekten, die nicht unmittelbar mit dem Streit innerhalb der Königsfamilie verbunden sind, fällt die Resonanz hingegen teilweise deutlich geringer aus. Schofield glaubt deshalb auch nicht, dass Harry und Meghan für einen neuen Erfolg wieder alte Geschichten über die Royals auspacken sollten. Das Publikum habe von den Beschwerden über die Königsfamilie mittlerweile genug.
Wie groß Harrys und Meghans tatsächlicher Anteil am schwachen Abschneiden von "Cookie Queens" ist, lässt sich allerdings kaum beziffern. Sie haben den Film nicht selbst gedreht und treten darin auch nicht als Protagonisten auf, sondern waren als Executive Producer beteiligt.
Zudem gibt es durchaus Argumente dafür, dass das Problem weniger mit den Sussexes als mit dem schwierigen Kinomarkt für Dokumentationen zu tun hat. Auch die Veröffentlichung mitten im Sommer statt während der traditionellen Girl-Scout-Cookie-Saison wurde als möglicher Nachteil genannt. Kritisch komplett durchgefallen ist der Film ebenfalls nicht.
Für die Schlagzeilen hilft das Harry und Meghan allerdings wenig.
Denn dass ihr neuestes Hollywood-Projekt ausgerechnet von einer 74-minütigen Sammlung von Katzenvideos geschlagen wird, liefert ihren Kritikern derzeit eine ziemlich einfache Angriffsfläche.