Vier Jahre lang zog sich der Rechtsstreit, Anfang Juli fiel schließlich das Urteil: Prinz Harry (41) und seine Mitstreiter konnten ihre schweren Vorwürfe gegen den Verlag Associated Newspapers vor Gericht nicht ausreichend beweisen. Nun wird die Niederlage auch finanziell schmerzhaft.
Am Freitag entschied das Gericht über die Kosten des elfwöchigen Prozesses. Harry und die sechs weiteren Kläger müssen demnach insgesamt rund 11 Millionen Euro übernehmen, heißt es laut britischen Medien.
Der Verlag hinter der "Daily Mail" und "Mail on Sunday" hatte gefordert, dass die Kläger einen großen Teil der entstandenen Kosten tragen. Allein die eigenen Anwaltskosten bezifferte Associated Newspapers auf rund 34,5 Millionen Pfund – umgerechnet etwa 40 Millionen Euro.
Für Harry und die anderen Prominenten könnte es sogar noch unangenehmer werden. Britischen Medien zufolge soll ihre Prozesskostenversicherung lediglich rund 16 Millionen Pfund abdecken. Reicht diese Summe nicht aus, könnten weitere Kosten aus eigener Tasche fällig werden.
Harry hatte 2022 gemeinsam mit mehreren prominenten Mitstreitern Klage eingereicht. Dazu gehören Musik-Legende Elton John (79), dessen Ehemann David Furnish (63), Schauspielerin Elizabeth Hurley (61), Sadie Frost (61), Baroness Doreen Lawrence (73) und Ex-Politiker Sir Simon Hughes (75).
Die Gruppe warf dem Verlag vor, über Jahre mit illegalen Methoden an private Informationen gelangt zu sein. Im Raum standen unter anderem Telefon-Hacking, das Abhören von Festnetzanschlüssen, der Einsatz von Privatdetektiven und das Erschleichen persönlicher Daten.
Associated Newspapers wies die Anschuldigungen stets zurück. Anfang Juli entschied schließlich der High Court in London zugunsten des Verlags: Keiner der Kläger habe die erhobenen Vorwürfe ausreichend beweisen können.