Mercedes vor nächstem Doppelsieg im Kanada-GP

Bild: Luca Bruno (AP)

Vor dem Formel 1 Grand Prix von Kanada ist die Favoritenrolle klar verteilt. Die Strecke in Montreal ist wie gemacht für den nächsten Doppelsieg des dominierenden Teams der laufenden F1-Saison. Wo, wenn nicht am Circuit Gilles Villeneuve soll der "Krieg der Sterne" in die nächste Runde gehen? Der Ausgang ist allerdings ungewiss.

Vor dem Formel 1 Grand Prix von Kanada ist die Favoritenrolle klar verteilt. Die Strecke in Montreal ist wie gemacht für den nächsten Doppelsieg des dominierenden Teams der laufenden F1-Saison. Wo, wenn nicht am Circuit Gilles Villeneuve soll der "Krieg der Sterne" in die nächste Runde gehen? Der Ausgang ist allerdings ungewiss. 

Auf der Ile de Notre Dame in Montreal kann sich das Mercedes F1-Team wohl nur selbst schlagen. Die Stop and Go-Strecke mit vielen langen Geraden, die nur durch Schikanen unterbrochen sind, ist wie maßgeschneidert für den bärenstarken Mercedes-Motor. Die Silberpfeile erwarten dank des starken Antriebs mit Hybrid-Leistung einen Topspeed von 340 bis 350 km/h.

Alle bisherigen sechs Saisonläufe konnten vom deutschen Team gewonnen werden, nur aufgrund des Ausfalls von Lewis Hamilton gab es "Down Under" keinen Doppelsieg. Wenn es schon auf den vom Streckenprofil nicht für die Silberpfeile idealen Kursen so gut gelaufen ist, wer soll dann Hamilton und Rosberg in Montreal stoppen?

Nächste Runde im "Krieg der Sterne"

Die Mercedes-Piloten können sich nur selbst schlagen. Bereits kam es zu harten Fights der beiden Teamkollegen. Der Kampf um die WM-Führung ist entbrannt. Nico Rosberg führt mit 122 Punkten nur vier Zähler vor Lewis Hamilton, der nach dem Rennen im Fürstentum so richtig heiß war. Das erste und bislang letzte Rennen ging an Rosberg, die vier dazwischen an Hamilton. Beide Piloten reisten hoch motiviert nach Nordamerika. 

Der zuletzt in Monaco aufgekommene , heißt es von Seiten Mercedes."Beide haben die Chance, Weltmeister zu werden. Und für jeden ist jeweils der Teamkollege der einzige Gegner", weiß auch Mercedes-Sportdirektor Toto Wolff um die angespannte Situation.

"Mercedes ist unschlagbar"

Lewis Hamilton geht ebenfalls von einer nicht zu durchbrechenden Dominanz seines Teams in Kanada aus: "Renault und Ferrari müssen einen außergewöhnlich guten Job machen, um uns hier zu schlagen", so der WM-Zweite. Auch von den zuletzt aufgekommenen Streitereien mit Teamkollegen Nico Rosberg war beim Briten nichts mehr zu hören: "Wir werden zusammenarbeiten und versuchen, das beste für Mercedes herauszuholen."  

Belastungsprobe für die Bremsen

Während 13 Prozent der Runde stehen die Piloten auf der Bremse, Kriterium in Kanada ist die letzte Schikane vor Start und Ziel mit der berüchtigten "Wall of Champions", in die man bei der kleinsten Unachtsamkeit kracht. "Das ist eine echte Powerstrecke und wir haben einen sehr starken Motor im Heck. Das Team hat mittlerweile ein sehr hohes Niveau erreicht", weiß Wolff um die Stärken seines Teams. 

Sollte es bei Mercedes zu keinen technischen Defekten kommen, geht es nur um den dritten Platz. Bei Red Bull gab es zuletzt wieder verstärkte Kritik am Motoren-Lieferant Renault. Laut Angabe des österreichischen Teams muss sich der Motorenpartner in Kanada, spätestens beim darauffolgenden Heim-Grand Prix in Spielberg, beweisen. Weltmeister Sebastian Vettel gibt sich aber weiter kämpferisch: "Wir geben erst auf, wenn es mathematisch nicht mehr möglich ist." Bei Ferrari ist das Klima dagegen besser. Fernando Alonso sprach von einer "guten Stimmung" in der Fabrik.

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