Kühle Stimmung bei Merz

Kanzler bekommt scharfe Kritik vom eigenen Lager

Bei der CDU-Bundestagung wird Kanzler Merz nur gesiezt. Der Sozialflügel der Partei kritisiert seine Kommunikation in der Rentendebatte scharf.
Newsdesk Heute
26.04.2026, 16:57
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Die Distanz war schon vor der Rede spürbar: Als "sehr geehrter Herr Bundeskanzler" begrüßte CDA-Chef Dennis Radtke den Kanzler Friedrich Merz bei der Tagung des CDU-Sozialflügels in Marburg. Normalerweise wird der "liebe Friedrich" auf Parteiveranstaltungen geduzt - nicht so beim Arbeitnehmerflügel der CDU.

Merz versuchte in seiner Rede, die Wogen zu glätten: Mit ihm werde es keine Rentenkürzungen geben, versprach er. Die gesetzliche Rente solle als "Basis" in einem "Gesamtversorgungsniveau" auf drei Säulen erhalten bleiben - zusammen mit Betriebsrenten und privater Vorsorge.

Doch wie n-tv.de berichtet, kam Radtkes Kritik nicht nur inhaltlich, sondern vor allem handwerklich daher: "Die Frage: Wie kommuniziere ich das? Das ist und bleibt für mich einfach ein Dreh- und Angelpunkt." Die Kommunikation sei "genauso wichtig wie die Reform selbst".

CDU lieferte "unnötig viel Angriffsfläche"

Radtke kritisierte, dass die Partei und Regierung "an einigen Stellen unnötig viel Angriffsfläche" geliefert habe. Auch CDA-Gewerkschafterin Anita Reul von Volkswagen schlug in dieselbe Kerbe: "Jetzt hören wir dasselbe aus der Politik und das ist täglich ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten."

Der CDU-Sozialflügel ist zwar mit nur 13 von 208 Abgeordneten ein Leichtgewicht in der Fraktion. In der Wählerschaft sind Arbeitnehmer aber eine große Gruppe - und wer in Umfragen zwei Prozentpunkte hinter der AfD liegt, hat keine Stimmen zu verschenken.

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