Spannendes Rennen vor der Wahl: In Rheinland-Pfalz (D) liegen CDU und SPD laut Umfragen fast gleichauf. Wer am Sonntag vorne liegt, ist völlig offen.
Die CDU mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder kommt laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF auf 29 Prozent. Dahinter folgt knapp die SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer mit 27 Prozent.
Auf Platz drei liegt die AfD mit 19 Prozent, gefolgt von den Grünen mit neun Prozent. Für die Freien Wähler könnte es eng werden: Mit viereinhalb Prozent würden sie den Einzug in den Landtag verpassen. Auch die Linke muss mit fünf Prozent um den Einzug zittern. Die FDP kommt laut Umfrage auf sechseinhalb Prozent.
Im Wahlkampf setzten die Spitzenkandidaten zuletzt unterschiedliche Schwerpunkte. Ministerpräsident Schweitzer übte Kritik an den Maßnahmen der Bundesregierung gegen hohe Spritpreise. "Ich fürchte, das wird nicht ausreichen", sagte er. Die Lage sei ernster, als es sich manche im CDU-geführten Wirtschaftsministerium vorstellen würden.
Auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nahm er ins Visier. "Das hat die Mineralölkonzerne ermutigt, die Preise höher steigen zu lassen als in unserer europäischen Nachbarschaft", sagte Schweitzer. Deutschland habe dadurch Zeit verloren – die Folgen würden vor allem Pendler und Handwerksbetriebe spüren.
CDU-Kandidat Schnieder setzt hingegen auf Unterstützung für den Weinbau. "Wir müssen endlich etwas machen", sagte er. Vor allem im Steillagenweinbau müssten die Förderungen erhöht werden, sonst drohe der Verlust der Kulturlandschaft.