Die steigenden Spritpreise sorgen jetzt auch innerhalb der SPÖ für laute Kritik. Mehrere Bürgermeister schlagen Alarm und fordern ein rasches Eingreifen der Politik. Zur Erinnerung: die SPÖ besetzt derzeit mit Finanzminister Markus Marterbauer einen zentralen Posten in der Bundesregierung.
Der Bürgermeister von Kirchdorf und SPÖ-Bezirkschef Horst Hufnagl warnt eindringlich vor weiter steigenden Preisen an den Tankstellen. Besonders unverständlich sei für viele Menschen, dass die Preise bereits am Tag des Kriegsbeginns im Iran massiv nach oben geschnellt sind.
"Hier wird auf Kosten der Bevölkerung spekuliert. Das ist nicht nur unfair, sondern auch brandgefährlich für unsere Wirtschaft", so Hufnagl.
Besonders hart treffe die Entwicklung Pendler, Familien im ländlichen Raum und Beschäftigte mit langen Arbeitswegen. Gerade in Regionen wie dem Bezirk Kirchdorf gebe es für viele Menschen keine echte Alternative zum Auto.
Die SPÖ Kirchdorf fordert deshalb rasche Maßnahmen. Für Hufnagl ist klar: "Die Spritpreise müssen gedeckelt oder wieder deutlich gesenkt werden. Es darf nicht sein, dass Konzerne ihre Gewinne maximieren, während die Menschen immer stärker belastet werden."
Auch aus Vöcklabruck kommt scharfe Kritik. Bürgermeister Peter Schobesberger meldete sich mit deutlichen Worten zu Wort. "Zwei Euro für den Liter Sprit. Das Volk zahlt die Rechnung", schrieb er.
Der Ortschef übte auch politische Kritik: "Das passiert, wenn Populisten an die Macht kommen: Es werden Kriege angezettelt, Windräder verhindert, Wein getrunken und Wasser gepredigt."