Nach Lob für die AfD

Merz sagt Trump-Telefonat ab

Das Telefonat zwischen dem deutschen Kanzler und Trump zum Jahrestag der Terroranschläge wurde kurzfristig abgesagt. Ein neuer Termin ist noch offen.
Newsdesk Heute
09.09.2026, 20:33
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Eigentlich sollten Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump anlässlich des 25. Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September telefonieren. Doch daraus wurde nichts – die Bundesregierung hat das Gespräch kurzfristig verschoben.

Regierungssprecher Stefan Kornelius nannte keine konkreten Gründe für die Verschiebung, deutete aber an, dass es nicht an Terminkollisionen lag. Ein neuer Termin für das Gespräch zwischen Berlin und Washington stehe noch nicht fest.

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Der Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob womöglich ein Zusammenhang mit Äußerungen Trumps über den AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt besteht, heißt es auf N-TV. Merz habe in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass Eingriffe oder Kommentierungen der deutschen Innenpolitik zu Wahlen für ihn "nicht infrage kommen".

Trump feierte AfD-Erfolg

Zwei Tage nach der Landtagswahl hatte Trump den Erfolg der AfD, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, auf seiner Plattform Truth Social begrüßt. Er schrieb: "Wow! Die populistische Partei in Deutschland hatte gerade einen wirklich großen Abend." In Anlehnung an seinen MAGA-Slogan fügte er "MGGA" hinzu – "Make Germany Great Again".

SPD-Politiker Dirk Wiese forderte eine Reaktion: "Da muss mal Tacheles geredet werden. Diese Einmischung, die geht nicht." Der Transatlantik-Koordinator Metin Hakverdi zeigte sich verärgert: "Wir Deutschen entscheiden selbst, wie wir mit Migration umgehen, und auch, wen wir wählen. Ratschläge aus dem Weißen Haus brauchen wir dabei nicht."

Solidarität trotz Verstimmung

Trotz der diplomatischen Verstimmung ließ Merz über seinen Sprecher eine Solidaritätserklärung zum 11. September verlesen. Die Terrorangriffe von New York und Washington hätten auch der europäischen Lebensweise gegolten. Deutschland stehe bereit, "gemeinsam mit den Vereinigten Staaten für die Werte einzutreten, die uns ausmachen und verbinden: Freiheit, Demokratie und Respekt".

red,09.09.2026, 20:33