Blutige Szenen in der Nacht auf Sonntag in der Wiener Leopoldstadt: Ein 19-Jähriger soll auf offener Straße plötzlich ein Klappmesser gezückt und auf mehrere Männer eingestochen haben. Ein 21-Jähriger wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Der Vorfall ereignete sich gegen 3 Uhr früh in der Taborstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zunächst zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Im Zuge des Streits soll ein 19-jähriger Syrer schließlich mit einem Klappmesser auf vier Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren losgegangen sein.
Besonders schwer traf es einen 21-Jährigen. Er erlitt mehrere Stichverletzungen im Oberkörper und schwebt laut Polizei in Lebensgefahr. Die drei weiteren Opfer wurden ebenfalls verletzt und mussten medizinisch versorgt werden.
Beamte der Polizeiinspektion Praterstern wurden während ihres Streifendienstes auf die Situation aufmerksam. Zunächst gingen die Polizisten von einem Raufhandel aus, wenig später stellte sich jedoch heraus, dass ein Messer im Spiel war.
Daraufhin wurden zahlreiche weitere Polizeikräfte aus den Stadtpolizeikommanden Innere Stadt und Brigittenau zur Unterstützung alarmiert. Die Polizisten leisteten nach dem Eintreffen direkt Erste Hilfe – das Opfer lag blutüberströmt auf der Fahrbahn. Der mutmaßliche Täter konnte noch am Tatort festgenommen werden.
Die Berufsrettung Wien versorgte die vier verletzten Männer notfallmedizinisch und brachte sie anschließend in verschiedene Krankenhäuser. Das mutmaßliche Tatmesser wurde von den Ermittlern sichergestellt.
Warum die Situation derart eskalierte, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, hat den Fall übernommen und versucht nun, den genauen Ablauf der Messerattacke zu rekonstruieren.