Mit dieser Strafe hatte Vanessa (19) wohl nicht gerechnet. Die junge Wienerin wollte vor einigen Monaten in der Malfattigasse in Wien-Meidling lediglich mit ihrem Auto aus einer Parklücke ausparken. Doch direkt am Fahrzeug stand ein herrenloser Einkaufswagen im Weg.
Um ihr Auto nicht zu beschädigen und gefahrlos ausparken zu können, stieg die 19-Jährige aus und schob das Wagerl zur Seite. "Damit ich mich ausparken kann und mein Auto nicht beschädigt wird, habe ich den Einkaufswagen auf die Seite gegen eine kleine Wiesenfläche bei einem Baum gelehnt, damit dieser nicht auf die Straße rollt", erzählt Vanessa gegenüber "Heute".
Doch genau in diesem Moment tauchten zwei WasteWatcher auf – die Kontrolleure forderten Vanessa sofort auf sich auszuweisen.
"Als ich ihnen erklären wollte, wie das Ganze zustande gekommen ist, wollten mir weder der Herr noch die Dame zuhören und schimpften über mich", erzählt die 19-Jährige. Sämtliche Erklärungsversuche seien erfolglos geblieben.
Kurze Zeit später flatterte die Strafverfügung ins Haus. Darin heißt es wörtlich: "Sie haben es zu verantworten, dass Sie eine Verunreinigung nach dem Wr. Reinhaltegesetz begangen haben, indem Sie einen Einkaufswagen in der Grünfläche (Baumscheibe) abgestellt und zurückgelassen haben."
Für dieses Vergehen soll die junge Wienerin nun 140 Euro bezahlen.
Für Vanessa ist die Strafe völlig unverständlich. Sie habe den Einkaufswagen nicht dort hingebracht, sondern lediglich aus dem Weg geräumt, um ihr Fahrzeug ausparken zu können.
"Anscheinend ist man verpflichtet, Feuerwehr, Rettung und Polizei gleichzeitig anzurufen, um ein Einkaufswagerl wegzustellen, damit man ausparken kann und ja keine Strafe kassiert", sagt die Wienerin im Gespräch mit "Heute" sarkastisch. Nachsatz: "Das ist eine Frechheit!" Ob Vanessa gegen die Strafe Einspruch einlegen wird, ist derzeit noch offen. Sie prüft nun rechtliche Schritte.