"Im Stich gelassen"

Teenie-Banden lassen Gemeindebau-Bewohner verzweifeln

In dem Problem-Gemeindebau in Wien-Meidling sorgen Jugendgruppen ständig für Ärger – die Bewohner sind verzweifelt.
Justine Gull
31.05.2026, 20:51
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Die Probleme im Gemeindebau "Am Schöpfwerk" reißen offenbar nicht ab. In der Wohnhausanlage in Wien-Meidling sollen Jugendgruppen laut Bewohnern immer wieder für Ärger sorgen – "Heute" berichtete.

Viele Mieter zeigen sich mittlerweile verzweifelt. "Sie sind laut, perfide, betreiben Vandalismus und zünden sogar nachts Boiler an", schildert ein Bewohner. Laut seinen Angaben sei dabei sogar bereits ein Kind verletzt worden.

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Besonders belastend für die Bewohner: Die Vorfälle ziehen sich laut Anrainern bereits seit längerer Zeit – eine echte Verbesserung sei bislang nicht spürbar. Kritik gibt es dabei auch an den sogenannten Wohnpartnern.

Diese würden auf viele Mieter "beinahe unsichtbar" wirken. "Früher wurde hier noch der interkulturelle Austausch gefördert. Heute fühlen wir uns als Bewohner einfach allein gelassen", erzählt ein Wiener im "Heute"-Talk.

Laut den Anrainern mussten Polizei und Berufsrettung bereits mehrfach wegen Vorfällen in der Anlage ausrücken. Von Wiener Wohnen wünschen sich viele nun konkrete Maßnahmen statt bloßer Ankündigungen.

Das sind die Maßnahmen

Auf "Heute"-Nachfrage erklärte die Pressestelle der Polizei Wien, dass es sich bei den Straftaten überwiegend um Ruhestörungen durch Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8-14 Jahren handelt.

"Typische Verhaltensweisen sind dabei Anläuten und weglaufen, Steine werfen, verbale Streitigkeiten und kleinere Raufereien unter den Kindern", so die Pressesprecherin. Ein Einsatz mit einem brennenden Boiler und dadurch verletzten Kleinkind, konnte nicht bestätigt werden.

Eine Häufung von Einsätzen durch verschiedenste Einsatzkräfte konnte demnach nicht beobachtet werden. "Im Bereich der GESI wird vorbildliche bürgernahe Präventions- und Aufklärungsarbeit betrieben", erklärt die Pressesprecherin weiter.

Der Wiener sieht die Situation deutlich kritischer. "Respekt gegenüber anderen Menschen und sogar gegenüber Tieren scheint für manche mittlerweile ein Fremdwort zu sein", so sein bitteres Fazit zu den Jugendgruppen.

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