Ein 14-jähriger Bub hat am Montag in einer Schule in Kiew einen Lehrer und einen Mitschüler mit einem Messer verletzt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichten, wurde der Jugendliche festgenommen.
Laut den Behörden hat sich der Bub auf der Schultoilette eine Maske und einen Helm aufgesetzt und ist dann in ein Klassenzimmer gestürmt. Dort hat er einen 39-jährigen Lehrer und einen 14-jährigen Mitschüler mit einem Messer angegriffen. Danach hat er sich selbst verletzt.
Alle drei – die beiden Opfer und der Angreifer – wurden ins Spital gebracht. Der Lehrer schwebt laut Staatsanwaltschaft in Lebensgefahr.
Die Ermittler prüfen Hinweise, dass der Bub unter russischem Einfluss gestanden haben könnte. Auf seinem Handy wurde laut Staatsanwaltschaft "Korrespondenz" mit "unbekannten Personen" gefunden, "wahrscheinlich Vertreter der russischen Geheimdienste".
Auf Fotos, die die Polizei veröffentlicht hat, ist der Jugendliche mit einem T-Shirt zu sehen, auf dem "Hitler kaputt" steht. Diese Parole haben sowjetische Soldaten 1945 nach dem Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gerufen.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 werfen sich die Ukraine und Russland immer wieder gegenseitig Angriffe und Sabotageakte vor. Beide Seiten behaupten außerdem, dass Täter zum Teil über Online-Netzwerke angeworben werden.