In Nord-Belfast kam es Montagabend zu einem brutalen Messerangriff. Ein etwa 30-jähriger Mann, der laut Polizei aus Somalia stammen soll, wurde wegen des Verdachts auf versuchten Mord festgenommen. Der Vorfall ereignete sich gegen 22:30 Uhr Ortszeit.
Videos zeigen, wie mehrere Menschen – unter ihnen eine Person mit einem Hurling-Schläger – den mutmaßlichen Angreifer konfrontierten, bevor die Polizei eintraf. Das Opfer, ein Mann in den 40ern, befindet sich mit schweren Verletzungen im Gesicht, am Hals und am Rücken im Krankenhaus. Sein Zustand wird als ernst beschrieben.
Der Tatort wurde von der Polizei als „kritischer Vorfall“ eingestuft. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Polizei lobte die Zivilcourage von Anrainern, die versucht haben, den Angegriffenen zu schützen.
Der britische Premierminister Keir Starmer nannte die Tat „widerlich“ und bedankte sich bei allen, die dem Opfer geholfen haben. Auch Nordirlands Regierungschefin Michelle O'Neill und weitere Spitzenpolitiker verurteilten die Attacke scharf und betonten, dass für derartige Gewalt kein Platz in der Gesellschaft sei.
Anrainerinnen und Anrainer zeigten sich nach dem Angriff zutiefst erschüttert. Augenzeugen berichten von Panik und Einschüchterung – viele hätten ihre Kinder aus Angst nicht mehr auf die Straße gelassen. Hilfsorganisationen mahnten zur Besonnenheit und appellierten, keine vorschnellen Schlüsse aus der Herkunft des Verdächtigen zu ziehen.
Die Polizei bittet darum, keine Videos des Vorfalls weiterzuverbreiten, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden. Die zuständigen Behörden betonen, dass jetzt Ruhe und eine objektive Aufarbeitung der Geschehnisse notwendig seien.