55 Mio. Euro Umsatz

"Tatort" und Container – Hafen Wien auf Erfolgskurs

Kein Wirtschaftskrimi: Der Hafen Wien hat 2025 bei Umsatz, Containerumschlag und Güterverkehr kräftig zugelegt. Auch für die Filmstudios HQ7 läuft’s.
Wien Heute
03.06.2026, 13:27
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"Der Hafen Wien bereitet immer große Freude. Ich bin sehr stolz auf die Leistungsbilanz", machte Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) am Mittwoch keinen Hehl daraus, dass sie ein Fan dieser "Lebensader" ist, "ohne die unsere Stadt so nicht funktionieren würde." Gemeinsam mit Doris Pulker-Rohrhofer, technische Geschäftsführerin des Hafens Wien, präsentierte sie die Bilanz des "bedeutenden Wirtschaftsmotors", an dem rund 200 Unternehmen mit etwa 5.000 Beschäftigten angesiedelt sind.

Die Bilanz in Zahlen

Mit einem Umsatz von 55,4 Millionen Euro und einem Ergebnis von 10,9 Millionen Euro verzeichnete die Hafen Wien-Gruppe starke Zuwächse. Auch die Tochtergesellschaft WienCont konnte mit 21 Millionen Euro Umsatz reüssieren.

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➤Umsatz Hafen Wien-Gruppe: 55,4 Mio. Euro

➤Ergebnis: 10,9 Mio. Euro

➤Umsatz WienCont: 21 Mio. Euro

➤Containerumschlag: 483.000 TEU (ein TEU entspricht der Größe eines standardmäßigen 20-Fuß-Containers)

➤Mehr als 2,8 Mio. TEU-Lagertage

➤Gesamtumschlag Wasser und Land: 1.291.336 Tonnen (+9,81 %)

➤Gesamtumschlag Hafen Wien und WienCont: 4.101.138 Tonnen (+7,3 %)

➤Umschlagsmenge im Ölhafen Lobau: 1.019.798 Tonnen (+15,12 %)

➤1.006 Schiffe im Ölhafen Lobau be- und entladen

v.l.l: Fritz Lehr (kaufmännischer Geschäftsführer), Doris Pulker-Rohrhofer (technische geschäftsführerin), Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak und Wien Holding-Direktor Oliver Stribl
Sabine Hertel

Mehr Land dank Baustellen-Aushub

Auf einer Fläche von rund drei Millionen Quadratmetern – das ist größer als Monaco – zählt der Standort zu den wichtigsten Wirtschafts- und Logistikzentren Österreichs. Und es wächst weiter: Durch Landgewinnung im Hafen Freudenau entstehen 113.600 Quadratmeter neue Betriebsflächen, was etwa 16 Fußballfeldern entspricht. Das dafür verwendete Material von rund 1 Mio. Kubikmeter stammt vollständig von Wiener Großbaustellen.

Novak: "Zentrale Drehscheibe"

Wirtschaftsstadträtin Novak unterstrich die Bedeutung des Hafens: "Der Hafen Wien ist First-Mover in der Hafeninnovation und zugleich eine systemrelevante Infrastruktur für unsere Stadt und den gesamten Wirtschaftsraum. Als zentrale Drehscheibe verbindet er Wien mit den europäischen und globalen Warenströmen, sichert die tägliche Versorgung und ermöglicht wirtschaftliche Wertschöpfung in großem Maßstab."

Action in der Filmproduktionshalle HQ7

Auch die Geschäftsbereiche entwickelten sich positiv. Neben Logistik und Containergeschäft sorgte der Immobilienbereich für Zuwächse. Dazu zählt auch die Filmproduktionshalle HQ7 in Simmering, die sich als gefragter Standort für nationale und internationale Produktionen etabliert hat. Dort wurden in den vergangenen Jahren unter anderem Szenen für den Wiener "Tatort" gedreht. Laut Hafen Wien stärken "höhere Umsätze, stabile Auslastung und erfolgreiche Filmproduktionen" den Standort.

Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer: "Besonders erfreulich entwickelten sich unsere Geschäftsbereiche Immobilien, Hafenlogistik und WienCont. Die hohe Auslastung unserer Lager- und Büroflächen, Rekordwerte am Containerterminal sowie die positive Entwicklung im Bereich Massen- und Schwergut zeigen, dass der Hafen Wien seine Rolle als leistungsfähige Logistikdrehscheibe erfolgreich ausbaut."

Verantwortung und Umwelt im Fokus

Der Hafen Wien setzt künftig noch stärker auf Nachhaltigkeit. Mit seiner ersten Gemeinwohlbilanz dokumentiert das Unternehmen faire Lieferketten, verantwortungsvolle Geschäftsbeziehungen und seinen Beitrag zu Umwelt und Gesellschaft. "Damit schaffen wir die Grundlage für eine wirtschaftlich erfolgreiche und verantwortungsvolle Weiterentwicklung des Standorts", so Pulker-Rohrhofer.

Bereits 2025 konnten 809 Tonnen CO₂ eingespart werden, der Standort wird zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt. Der Eigenstromanteil lag im vergangenen Jahr bei 25 Prozent und soll heuer durch eine neue PV-Anlage auf 34 Prozent gesteigert werden.

Am Plan für 2026 steht:

➤Ausbau von thinkport VIENNA als internationale Innovationsdrehscheibe

➤Ausbau emissionsarmer Logistik und E-Lkw-Infrastruktur

➤Erweiterung der Energieversorgung durch Photovoltaik und Eigenstromproduktion

➤Stärkung des Hafens als zentrale Plattform für urbane Versorgung, Resilienz und nachhaltige Stadtentwicklung

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.06.2026, 13:43, 03.06.2026, 13:27
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