Eine 17-jährige Patientin aus dem Burgenland ist nach einer schweren Blinddarmerkrankung verstorben. Der Fall beschäftigt nun die Justiz: Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat Ermittlungen gegen drei beteiligte Ärzte aufgenommen.
Das Mädchen war laut vorliegenden Informationen bereits in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus gebracht worden. Ursache der dramatischen Verschlechterung war eine perforierte Blinddarmentzündung, also ein durchgebrochener Blinddarm. Dadurch konnte sich die Infektion im Bauchraum ausbreiten und eine Bauchfellentzündung auslösen, wie der "Kurier" berichtet.
In der Folge entwickelte sich eine schwere Blutvergiftung (Sepsis), die schließlich zu einem Multiorganversagen führte. Trotz einer Notoperation und intensivmedizinischer Behandlung konnte das Leben der Jugendlichen nicht mehr gerettet werden.
Nun soll ein zusätzliches medizinisches Gutachten klären, ob die Erkrankung früher hätte erkannt werden müssen oder ob es im Behandlungsverlauf mögliche Versäumnisse gab. Die Ermittlungen richten sich unter anderem gegen einen Allgemeinmediziner sowie zwei weitere Ärzte.
Ob es zu einer Anklage kommt oder das Verfahren eingestellt wird, ist derzeit noch offen. Entscheidend wird das Ergebnis der weiteren medizinischen Begutachtung sein.