William Bryan war eigentlich nur wegen Schmerzen in der linken Seite während seines Florida-Urlaubs ins Krankenhaus gekommen. Dr. Thomas Shaknovsky diagnostizierte ein Problem mit der Milz und wollte das Organ entfernen – ein Routine-Eingriff.
Doch der Chirurg beging einen fatalen Fehler: Statt der Milz entnahm er die Leber. Der 70-jährige Patient verblutete auf dem OP-Tisch. Der tragische Vorfall ereignete sich im August 2024.
Wie die "Bild" berichtet, muss sich der Mediziner nun vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung – es drohen bis zu 15 Jahre Haft.
Bei der ersten Anhörung behauptete Shaknovsky, er habe "keinen Unterschied" zwischen Leber und Milz feststellen können. Die Milz sei "doppelt so groß wie normal" gewesen. Ein Rechtsmediziner widerspricht: Das Organ sei "anatomisch nahezu normal" gewesen.
Das Verbluten seines Patienten beschrieb der Chirurg als "überlaufendes, verstopftes Waschbecken". Er sei so "aufgebracht" wegen der Situation gewesen.
Offenbar versuchte der Arzt, seinen Fehler zu vertuschen. Eine Krankenschwester sagte aus, ihr Chef habe sie angewiesen, die Leber als Milz zu bezeichnen. Auch im OP-Bericht vermerkte er, die Milz entnommen zu haben.
Shaknovsky ist derzeit gegen eine Kaution von 75.000 Dollar (rund 63.500 Euro) auf freiem Fuß. Er plädiert auf nicht schuldig.