Lionel Messi rückt der Rekordmarke von Gerd Müller immer näher. Beim 5:1-Erfolg des FC Barcelona gegen Athletic Bilbao in der spanischen Fußball-Meisterschaft erzielte der Weltfußballer einen Doppelpack. Mit dem Heimsieg sorgten die Katalanen für einen neuen Startrekord in der Liga.
Der Argentinier hält damit bei 84 Toren im Kalenderjahr 2012. Der ehemalige Bayern-"Bomber" Müller hatte 1972 insgesamt 85 Mal getroffen. Barcelona schaffte dank des 13. Sieges in der 14. Runde auch einen neuen Startrekord in "La Liga".
Nach dem Führungstor durch Gerard Pique (22.) legte Messi im Camp Nou nach (25.), Adriano (45.+1) stellte noch vor der Pause auf 3:0. In der zweiten Spielhälfte erhöhte Cesc Fabregas (57.) auf 4:0, ehe Bilbao durch Ibai Gomez (65.) zumindest das Ehrentor gelang. Messi (70.) beschloss den Abend mit seinem 21. Saisontor in der Primera Division.
Barcelona schnappte Real den Rekord weg
Barcelona übertrumpfte dank des Erfolgs gegen die Basken auch den Startrekord von Dauerrivale Real. Die Madrilenen schafften in der Saison 1991/92 einen ebenso guten Auftakt, mussten in der 14. Runde aber ein Remis hinnehmen.
Barca-Trainer Tito Vilanova bleibt bescheiden. "Ich bin glücklich über den neuen Rekord, aber noch glücklicher über die Leistung der Mannschaft. Bis zum Titel ist es noch ein weiter Weg", betonte der 43-Jährige. Mit seinem Vorgänger Josep Guardiola will Vilanova nicht verglichen werden. "Diese vier Jahre können nicht mehr wiederholt werden", sagte der ehemalige Assistent von Guardiola.
Ronaldo hinkt Messi hinterher
In den 14 Liga-Runden brachte es der Argentinier auf 21 Tore, sein Real-Madrid-Rivale Cristiano Ronaldo steht bei 13. Beim 2:0-Derbysieg über Atletico erzielte der Portugiese das 1:0, bereitete das 2:0 durch Mesut Özil vor, scheiterte noch zweimal an Aluminium und wurde danach von der spanischen Presse in höchsten Tönen gelobt.
Vor dem Anpfiff war noch sein Trainer im Mittelpunkt gestanden: Jose Mourinho marschierte 40 Minuten vor Anpfiff an den Spielfeldrand. Dort wollte er sich von den Fans auspfeifen lassen, damit nicht seine Mannschaft unter dem Unmut der Anhängerschaft zu leiden hat. Am Ende gab es für den Portugiesen überwiegend Applaus und nur vereinzelt Pfiffe - allerdings saßen zu diesem Zeitpunkt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nur rund 5.000 Personen im über 85.000 Zuschauer fassenden Estadio Santiago Bernabeu.