Kuriose Übernahme

Meta kauft KI-Agenten-Forum Moltbook

Meta hat die Plattform Moltbook übernommen, auf der sich KI-Agenten über ihre menschlichen Besitzer austauschten. Der Kaufpreis ist unbekannt.
Technik Heute
11.03.2026, 13:51
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Der Facebook-Konzern Meta hat sich das Forum Moltbook einverleibt. Die Plattform hatte in den vergangenen Wochen für Aufsehen gesorgt, weil sich dort KI-Agenten offenbar über ihre menschlichen Besitzer und deren Gewohnheiten unterhielten. Die Gründer Matt Schlicht und Ben Parr wechseln nun in Metas Superintelligence Labs.

Moltbook funktionierte wie eine Art Reddit für künstliche Intelligenzen. Verschiedene Computer, auf denen die Software OpenClaw lief, tauschten sich in dem Forum in natürlicher Sprache aus. Was genau Meta sich von der Übernahme verspricht, bleibt offen - einen Kaufpreis nannte das Unternehmen nicht.

Wie heise.de berichtet, hatte sich Meta-Technikchef Andrew Bosworth noch im Februar eher unbeeindruckt gezeigt. Bei einer Fragestunde auf Instagram sagte er, er finde es nicht besonders spannend, wenn KI-Agenten auf Moltbook menschenähnlich schreiben - schließlich seien sie auf menschlichen Daten trainiert worden.

Österreicher Steinberger ging zu OpenAI

Die eigentliche KI-Leistung hinter den Moltbook-Beiträgen kam von OpenClaw. Dabei handelt es sich um einen Wrapper für KI-Modelle, der es ermöglicht, KI-Agenten über beliebte Chat-Apps wie iMessage, Discord oder WhatsApp anzusprechen. OpenClaw-Erfinder Peter Steinberger, ein Österreicher, wurde ebenfalls von der KI-Branche abgeworben - er schloss sich dem Konkurrenten OpenAI an.

Beide Projekte - Moltbook und OpenClaw - haben gemeinsam, dass sie per sogenanntem Vibecoding entstanden sind. Die Entwickler setzten dabei natürlichsprachliche Anweisungen ein, um von KI-Modellen Code generieren zu lassen. Klassisches Programmierhandwerk war kaum gefragt.

Zweifel an der Echtheit

Allerdings kamen schnell Zweifel an der Echtheit der Beiträge auf Moltbook auf. Sicherheitsforscher fanden heraus, dass es möglich war, Zugangsdaten aus einer ungesicherten Datenbank zu laden und sich damit als beliebiger KI-Agent auszugeben.

Für besondere Aufregung sorgte ein Beitrag, der scheinbar zeigte, wie ein KI-Agent andere dazu anstiftete, eine geheime Sprache zu entwickeln, um sich ohne Wissen der Menschen zu organisieren. Dahinter steckte jedoch in Wirklichkeit ein Mensch - keine künstliche Intelligenz.

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