Extreme Hitze in Österreich

"Bis in den September" – Meteorologe schockt im TV alle

Österreich erlebt einen historischen Hitzesommer. Wetter-Experte Manuel Kelemen spricht auf PULS24 von "meteorologischem Irrsinn".
Wetter Heute
04.08.2026, 12:45
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Es ist fix! Der Sommer 2026 wird in Österreichs Geschichtsbücher eingehen. 40 Grad im Juni, 40,3 Grad im Juli und jetzt auch 40 Grad im August. "Unfassbar", quittiert UWZ-Experte Nikolas Zimmermann diese Hitze-Bilanz. Seine Ansage: Am Dienstag "wird's richtig verrückt".

Dass Österreich schon wieder (!) vor der 40-Grad-Marke steht, macht auch TV-Meteorologe Manuel Kelemen "fassungslos". Damit hätten wir zum ersten Mal in der Geschichte in allen drei Monaten 40 Grad oder mehr in Österreich gemessen. Das gab's noch nie!

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"Wir haben es tatsächlich jetzt geschafft, in allen drei Sommermonaten, die 40-Grad-Marke zu knacken. Das ist meteorologischer Irrsinn! Das ist absurd!", sagt der Wetter-Mann auf PULS24. "Das ist statistisch gar nicht möglich und gleichzeitig sehen wir, es passiert."

Vor einer Wetter-Karte appelliert er an die Zuschauer: "Bitte achten Sie genau, was passiert". Die laufende Animation zeigt eindrücklich, wie der Alpenraum zur heißesten Region des ganzen Kontinents wird. Heißer als Spanien, Süditalien oder Griechenland.

"Das ist vollkommen verrückt. Ich bin auch schon ein Zeiterl in meinem Beruf – über zwei Jahrzehnte – aber so was habe ich überhaupt noch nicht erlebt", so Kelemen. Österreich erlebe in diesem Sommer bereits den vierten Tag mit 40 Grad. Damals, als im August 2013 mit 40,5 Grad der (noch) bestehende Allzeitrekord aufgestellt wurde, war genau nur dieser eine Tag so heiß und davor und bis heuer der einzige mit 40 Grad plus.

"Jetzt könnte man hergehen und sagen, die Statistik ist falsch". Dass sich die Messreihen, die in Österreich eine der weltweit längsten und bestgeprüftesten ist, und somit die Statistik irren, sei jedoch höchst unwahrscheinlich.

"Also muss man davon ausgehen, dass sich am System selbst mittlerweile etwas so stark geändert hat, dass Unwahrscheinliches mittlerweile wahrscheinlich geworden ist. Und genau das, was sich im System geändert hat, das nennt man Klimakrise. Es wird jetzt schön langsam Zeit, dass wir handeln!"

Die gute und die schlechte Nachricht

Der TV-Meteorologe hat noch eine gute Nachricht (und eine weitere schlechte) im Gepäck: "Es ist ein Ende der Hitzewelle in Sicht. Nämlich am oder ab Freitag." Doch selbst die ankommende Kaltfront schafft es nur knapp, die Temperaturen unter 30 Grad zu drücken. "Für gewöhnlich, wenn eine Kaltfront im Sommer durchrauscht, haben wir selbst in Wien mal ein, zwei Tage mit unter 20 Grad. Mittlerweile müssen wir froh sein, wenn wir knapp unter die 30-Grad-Marke rutschen."

Und der restliche August? "Das ist noch nicht abschätzbar, aber ich vermute, es wird nicht die letzte Hitzewelle in diesem Sommer gewesen sein. Ich persönlich rechne in der zweiten Augusthälfte damit, dass es heiß wird. Ob es wieder in eine Extrem-Hitzewelle ausartet, ist noch völlig offen."

Schweißtreibender Nachsatz: "Ich denke, dass es sich bis in den September hinein ziehen wird. Denn mittlerweile muss man sich die Frage stellen, woher diese kühlere Luft denn kommen soll..."

Die Ubimet-Prognose im Detail

Am Dienstag hält die Hitzewelle unvermindert an, weiterhin trocken und häufig sonnig bleibt es im Osten sowie in den südlichen Becken. Im westlichen und zentralen Bergland ist mit einzelnen, aber heftigen Gewittern mit viel Regen, lokal auch Hagel und stürmischen Böen zu rechnen. Im östlichen Flachland frischt tagsüber lebhafter Südostwind, am Bodensee am Abend Westwind auf. Die Temperaturen erreichen neuerlich 31 bis 39, vom Nordburgenland bis ins Weinviertel sogar um die 40 Grad.

Der Mittwoch beginnt meist trocken und besonders in der Südosthälfte sonnig. Ab Mittag wird es zunächst im Berg- und Hügelland, gegen Abend dann auch im Flachland zunehmend gewittrig. Dabei besteht Unwettergefahr! Trocken und häufig sonnig bleibt es vom Villacher Becken bis ins Südburgenland. Der Wind dreht auf West, bei Gewittern ist mit lokalen Sturmböen zu rechnen. Von West nach Ost werden 29 bis 39, im äußersten Osten vereinzelt 40 Grad erreicht.

Am Donnerstag regnet es an der Alpennordseite immer wieder schauerartig, von Beginn an sind auch Gewitter dabei. Diese breiten sich tagsüber aus, lokal besteht Unwettergefahr. Zeitweise lässt sich aber auch die Sonne blicken, am längsten freundlich bleibt es ganz im Süden. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, bei Gewittern auch kräftig mit stürmischen Böen aus West bis Nordwest. Von Nordwest nach Südost liegen die Höchstwerte zwischen 25 und 38 Grad.

Der Freitag beginnt im Osten und Süden gebietsweise sonnig, von der Früh weg sind aber Schauer und Gewitter dabei. Diese werden tagsüber zahlreicher und kräftiger, dabei besteht neuerlich Unwettergefahr. An der Alpennordseite regnet es zunächst häufig, im Tagesverlauf lässt der Regen nach und von Nordwesten her lockert es auf. Abgesehen von stürmischen Gewitterböen weht schwacher bis mäßiger, im Osten auch lebhafter Wind aus nördlichen Richtungen. Je nach Sonne werden 20 bis 31 Grad erreicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 04.08.2026, 12:47, 04.08.2026, 11:54