Tor dem Vater gewidmet

Mexikos WM-Held weint um verstorbenen Papa

Raul Jimenez avanciert beim WM-Auftaktspiel zum Helden von Mexiko und rührt mit seiner Geschichte.
Sport Heute
12.06.2026, 05:38
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Was für ein Moment! Raul Jiménez avancierte beim WM-Auftakt des Gastgebers Mexiko gegen Südafrika zum gefeierten Helden. Der Stürmer erzielte vor mehr als 80.000 Fans im legendären Aztekenstadion per Kopf den Treffer zum 2:0-Endstand und sorgte damit für Ekstase auf den Rängen.

Nach seinem Tor in der 67. Minute zeigte der 35-Jährige mit beiden Zeigefingern in den Himmel. Die Emotionen waren ihm ins Gesicht geschrieben, Tränen standen in seinen Augen. Der bewegende Jubel hatte einen traurigen Hintergrund: Erst vor wenigen Monaten war sein Vater verstorben.

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Dass Jiménez überhaupt noch auf dem Fußballplatz steht, grenzt an ein Wunder. Der Mexikaner trägt bis heute einen speziellen Kopfschutz – die Erinnerung an einen der schwersten Momente seiner Karriere.

Im November 2020 kam es in einem Premier-League-Spiel zwischen Wolverhampton und Arsenal zu einer Horror-Szene. Bei einem Eckball prallte Jiménez mit Arsenals David Luiz mit voller Wucht Kopf gegen Kopf zusammen. Der Angreifer blieb regungslos liegen, musste mit Sauerstoff versorgt und auf einer Trage vom Feld gebracht werden.

Die Diagnose war dramatisch: Schädelbruch und eine lebensbedrohliche Hirnblutung. In einem Londoner Krankenhaus wurde Jiménez noch in derselben Nacht notoperiert.

"Die Ärzte sagten mir, es sei ein Wunder, dass ich noch hier bin", erinnerte sich der Stürmer später. "Der Schädel war gebrochen, es gab eine Hirnblutung. Mein Gehirn wurde nach innen gedrückt. Deshalb musste alles sehr schnell gehen."

Nach mehreren Tagen im Krankenhaus und einer langen Reha kämpfte sich Jiménez zurück. Neun Monate nach dem Unfall stand er wieder auf dem Platz. Seitdem schützt er die verletzte Stelle mit einem speziellen Stirnband.

Vor der WM hatte der Routinier bereits seinen nächsten Karriereschritt fixiert. Nach drei Jahren beim FC Fulham kehrt er zu den Wolverhampton Wanderers zurück. Zuvor will er mit Mexiko aber noch bei der Heim-WM für Furore sorgen – der Auftakt ist jedenfalls geglückt.

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Dabei bot das Eröffnungsspiel jede Menge Dramatik. Bereits in der neunten Minute brachte Quinones die Gastgeber nach einem schweren Fehler der Südafrikaner mit 1:0 in Führung. Nach der Pause sah Sithole wegen einer Notbremse die Rote Karte (49.), ehe Jiménez per Kopf alles klarmachte.

Doch damit war das Spektakel noch nicht vorbei. In der Schlussphase flog zunächst Südafrikas Zwane nach einer Tätlichkeit vom Platz (84.). In der Nachspielzeit erwischte es auch Mexikos Montes wegen einer Notbremse. Drei Rote Karten in einem WM-Eröffnungsspiel – das hatte es zuvor noch nie gegeben.

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