Die Teuerungsspirale dreht sich weiter und macht auch vor Gemeindebau-Bewohnern nicht Halt: Nach Strom und Heizung steigen nun auch die Betriebskosten – mehr dazu hier. "Heute"-Leserin Sandra bekommt dies am eigenen Leibe zu spüren, denn: Für ihre Wohnung in Wien-Floridsdorf muss sie ohne Energie und Wasser schon 200 Euro mehr zahlen als 2022.
Im 21. Wiener Bezirk lebt die 25-jährige Sandra schon seit Jahren, doch auch der Wiener Randbezirk wird spürbar teurer. Im April 2022 zahlte die Angestellte noch 477 Euro für ihre 70-Quadratmeter-Wohnung, ab Mai soll sie 678 Euro brennen. Grund dafür ist eine Anpassung der Betriebskostenakonti – 30,03 Euro monatlich muss Sandra nun mehr für die Betriebskosten auf sich nehmen. Die Mehrkosten von Jänner bis Mai wurden ihr auf die kommende Miete aufgebrummt.
Wie stark die Betriebskosten für das laufende Jahr genau ansteigen werden, kann man derzeit nur schätzen: "Die Steigerung wird zwischen 6 und 10 Prozent ausmachen", vermutet Martin Ucik von der Mietervereinigung. Das exakte Plus hänge von vielen Faktoren ab, so der Experte. Klar ist jedoch, dass die Kosten für Wasser, Müll, Verwaltungskosten, Versicherung und Energie allesamt gestiegen sind.
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Ab Juni soll Sandra dann wieder weniger Miete – in etwa 550 Euro – zahlen, doch bei der Wienerin wird die Luft in ihrem Single-Haushalt immer dünner. Auch die Kosten-Explosion für Produkte des täglichen Bedarfs spürt die Wienerin deutlich. Obendrauf bekommt die Produktions-Mitarbeiterin keine Mietbeihilfe: "Macht arbeiten gehen überhaupt noch einen Sinn? Wenn ich jetzt beim AMS wäre, hätte ich Mietbeihilfe bekommen!"