Diese Frau stellt Schmuck aus Muttermilch her

Melanie Käpple fertigt Schmuck aus Muttermilch. Was zunächst etwas skurril anmutet, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ganz intime Geste.
Glattpoliert und makellos weiß, so präsentieren sich die Schmuckstücke von Melanie Käpple. Im Hobbykeller ihres Reihenhauses in Duisburg stellt die Deutsche Ketten und Ohrringe aus Kunstharz und einer besonderen Zutat her. In jedem der Schmuckstücke ist Muttermilch verarbeitet.

"Es ist eine Erinnerung an die ersten Wochen mit einem Neugeborenen", schildert Käpple ihre Idee dahinter. Sie selbst trägt ihr erstes Stück, das sie nach der Geburt ihres Sohnes Matthias (heute 3) hergestellt hat, jeden Tag.

Mit ihren besonderen "Milchjuwelen" hat die 36-Jährige offenbar genau den Nerv der Zeit getroffen. Dafür hat Käpple auch ihren Brotberuf als Sozialversicherungsangestellte an den Nagel gehängt.

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Jeden Monat gehen bis zu 1.000 Bestellungen ein. Wer eines erhält, ist allerdings Glückssache, denn die Deutsche kommt mit der Produktion gar nicht mehr nach. Etwa 60 Bestellungen werden jeden Monat ausgelost und abgearbeitet – Kostenpunkt pro Stück ab 45 Euro.

Der Preis richtet sich vor allem nach dem Materialaufwand: "„Das teuerste Stück kostete 1.100 Euro, dafür habe ich aber auch Echt-Gold verwendet."

Muttermilch ist aber nicht das einzige, das die Duisburgerin in ihren Schmuck einarbeitet. Wer denn so möchte, kann auch Baby-Haare, oder ein Stück Plazenta bzw. Nabelschnur darin verewigen lassen.

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(red)

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