Mit einer ungewöhnlichen Aktion will Unternehmer Peter Löw den Rückgang der Taufen in seiner Heimatgemeinde bremsen. Der Investor aus Starnberg zahlt laut BILD Eltern 500 Euro, wenn sie ihr Kind katholisch taufen lassen.
Der 65-Jährige begründet seine Initiative gegenüber der deutschen Boulevardzeitung mit der sinkenden Zahl an Taufen: "Meine acht Kinder sind alle getauft. Ich habe mit jemandem aus dem Gemeinderat gesprochen. Er sagte, es habe in den letzten Monaten nur wenige Taufen gegeben. Da dachte ich mir: 'Wie soll es denn in Zukunft weitergehen?'"
Mit seiner Aktion "Starnberger Schutzengelchen" möchte Löw nach eigenen Angaben verhindern, dass finanzielle Überlegungen einer Taufe im Weg stehen. Zwar ist das Sakrament selbst kostenlos, doch die Feier danach könne für manche Familien zur Belastung werden, heißt es in dem Bericht weiter.
Seit dem Start der Initiative vor zwei Wochen seien bereits fünf Kinder getauft worden. "Die 500 Euro, die ich ausgelobt habe, gehen direkt an die Eltern. Bei der ersten Taufe sind die Eltern mit den Kindern in einen Freizeitpark gegangen. Andere wollten ein Sparbuch für ihr Kind anlegen. Wenn ein kleiner Beitrag dazu führt, dass Eltern einen kleinen Schubs bekommen und sich für die Taufe entscheiden, dann ist das doch etwas Schönes", sagt er der BILD.
Mittlerweile gebe es laut Löw auch Anfragen aus anderen Teilen Deutschlands. Vorerst gilt das Angebot jedoch ausschließlich für Gemeinden im Landkreis Starnberg und für Kinder im Alter zwischen null und drei Jahren.
"Wir haben aber beschlossen, das Angebot zunächst auf die Gemeinden im Landkreis Starnberg und auf Kinder zwischen null und drei Jahren zu beschränken", wird der Unternehmer in der Boulevardzeitung zitiert. "Am Ende des Jahres werden wir uns anschauen, ob die Aktion sinnvoll war oder nicht."
Dass die Geldprämie auch kritisch gesehen werden könnte, ist Löw bewusst.
"Kritiker könnten natürlich sagen: 'Jetzt fangen die schon an, Christen zu kaufen.' Aber das ist nicht die Idee. Es ist doch schön, wenn ein Kind getauft ist. Dann hat es sozusagen schon einen kleinen Schutzengel an seiner Seite und ein gutes Verhältnis zum lieben Gott. So wächst es sich doch viel angenehmer auf", stellt er in der BILD klar.
Nach eigenen Angaben erhielt der Unternehmer bisher überwiegend positive Rückmeldungen. Bei allen bisherigen Taufen war er selbst anwesend. "Die Kinder bekommen nicht nur das Geld, sondern auch ein Stofftier und ein Evangelium."
Ob die ungewöhnliche Geldprämie tatsächlich langfristig zu mehr Taufen führt, will Peter Löw Ende des Jahres anhand seiner Aktion überprüfen.