Staatsanwalt beruft

Millionärin stahl Geld aus Börsl: Streit geht weiter

Nach der Scheidung bekam eine Frau Millionen, trotzdem soll sie sich ungeniert im Börsl ihres Ex-Mannes bedingt haben. Nun geht der Streit in Runde 2.
Wien Heute
27.03.2026, 18:37
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In Runde eins konnte die erfolgsverwöhnte Geschäftsfrau letzte Woche noch einen Sieg für sich am Landl verbuchen. Die Frau war wegen gewerbsmäßigen Diebstahls vor Gericht gestanden, soll ihrem Ex-Mann regelmäßig Hunderter aus dem Geldbörserl entwendet haben. Am Landl gab es einen Freispruch aus rechtlichen Gründen – weil das Paar zum Zeitpunkt der Vorfälle noch zusammengelebt hatte.

Einstmaliges Power-Paar

Doch nun geht der Streit des ehemaligen Power-Paares aus bester Gesellschaft in die nächste Runde. Die Staatsanwaltschaft kündigte Berufung an. Ob der Freispruch vor dem Obergericht hält, ist fraglich, eine Fortsetzung des kuriosen Falles hingegen fix.

Kamera zeichnete alles auf

Der Fall war aufgeflogen, weil der Geschädigte Verdacht geschöpft und eine kleine Kamera im Ankleidezimmer des noblen Hauses installiert hatte. Diese soll aufgezeichnet haben, wie seine Ex-Frau immer wieder Hunderter aus seiner Brieftasche fladerte. Die Angeklagte hätte es gar nicht notwendig gehabt, ihrem Ex-Mann Geld abzunehmen, wunderte sich Star-Anwalt Manfred  Ainedter, der das Opfer vertrat.

Wohnung und Millionen bekommen

Bei der Scheidung soll sie eine Eigentumswohnung im Wert von 2,8 Millionen Euro, dazu 2,4 Millionen Euro aus der Vermögensaufteilung und monatlich 6.800 Euro Unterhalt zugesprochen bekommen haben. Nach der Scheidung lebte das Paar noch einige Zeit zusammen. Dem Geschäftsmann fiel schnell auf, dass immer wieder Bargeld aus seiner Geldtasche verschwand. Insgesamt sollen es 18 Vorfälle gewesen sein.

Fall geht in die zweite Runde

Am Landl zeigte sich die Angeklagte laut "Krone"-Bericht reumütig. "Es tut mir leid, was passiert ist. Ich übernehme die Verantwortung." Anwalt Ainedter sprach von "Rücksichtslosigkeit" und "Gemeinheit", kündigte eine Privatanklage an. Doch nun kommt ihm die Staatsanwaltschaft Wien zuvor. Der Fall wird am Oberlandesgericht in die zweite Runde gehen. Nun muss geklärt werden, ob nach der Trennung tatsächlich noch eine Hausgemeinschaft bestand. "Mit Sicherheit nicht", so Anwalt Ainedter zur "Krone" – die Unschuldsvermutung gilt!

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