Nach Ausgang verschwunden

Millionen-Betrüger Holt ist jetzt auf der Flucht

Hendrik Holt kehrte von einem genehmigten Ausgang nicht ins Gefängnis zurück. Gegen den 36-Jährigen gibt es zudem neue Betrugsvorwürfe.
Newsdesk Heute
27.08.2026, 15:19
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Der verurteilte Millionen-Betrüger Hendrik Holt ist verschwunden. Der 36-Jährige kehrte am Dienstag nicht von einem genehmigten Ausgang in eine Berliner Justizanstalt im offenen Vollzug zurück. Inzwischen gehen die Behörden davon aus, dass Holt auf der Flucht ist.

"Der Verurteilte Holt ist am 25.08.2026 nicht von einem genehmigten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt des offenen Vollzuges Berlin zurückgekehrt", bestätigt Staatsanwalt Martin Schanz gegenüber der "Bild".

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Fahndungsmaßnahmen eingeleitet

Mittlerweile würden Tatsachen vorliegen, aufgrund derer die Behörden von einer Flucht ausgehen. Entsprechende Fahndungsmaßnahmen wurden eingeleitet.

Besonders brisant ist der Zeitpunkt seines Verschwindens. Bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück liegt eine neue Strafanzeige wegen Betrugs gegen Holt und zwei weitere Personen vor. Dabei geht es um den Verkauf des Flughafens Rostock-Laage um 3,1 Millionen Euro.

Der Vorwurf: Vom vereinbarten Kaufpreis soll lediglich ein Teil bezahlt worden sein. Holt soll bei einem Treffen der Käufer- und Verkäuferseite im Juli 2025 in Berlin den Eindruck vermittelt haben, wirtschaftlich eine wichtige Rolle im Hintergrund zu spielen. Die Vorwürfe sind nicht bewiesen, Holt bestreitet eine Beteiligung.

2022 zu sieben Jahren Haft verurteilt

Erst vor wenigen Monaten hatte der 36-Jährige öffentlich einen Neustart angekündigt. Dabei präsentierte sich Holt erneut selbstbewusst und betonte, künftig legal Geschäfte machen zu wollen.

Holt war 2022 vom Landgericht Osnabrück wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Mit erfundenen Windparkprojekten sowie gefälschten Pachtverträgen und Unterschriften hatte er Investoren getäuscht.

Bereits im April 2020 war Holt im Berliner Luxushotel Adlon festgenommen worden. Sein Insolvenzverfahren läuft weiterhin. Mehr als 40 Millionen Euro an Forderungen von Gläubigern wurden angemeldet.

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