Ein außertropischer Zyklon sucht am Mittwoch den brasilianischen Bundesstaat São Paulo heim. Windgeschwindigkeiten von bis zu 96 km/h ließen zahlreiche Bäume umstürzen und sorgten für flächendeckende Stromausfälle.
Wie "Folha de S.Paulo" berichtet, erreichten die Böen in der Hauptstadt 82 km/h. Die Feuerwehr verzeichnete zwischen Mitternacht und 6.30 Uhr aufgrund des Sturms 46 Einsätze wegen umgestürzter Bäume. Nach Angaben des Stromversorgers Enel waren in der Metropolregion São Paulo gegen 10.30 Uhr Ortszeit 616.000 Immobilien ohne Strom – davon 444.750 in der Stadt São Paulo. Gemäß dem Fernsehsender G1 waren insgesamt sogar über 1,1 Millionen Immobilien ohne Strom.
Zwei Ambulatorien des Hospital São Paulo im Süden der Stadt haben keinen Strom. Laut dem Spital läuft die Behandlung weiter, jedoch mit einigen Einschränkungen. "Patienten, die nicht behandelt werden können, bis der Strom wieder da ist, bekommen ihre ambulanten Termine neu angesetzt", teilte das Spital mit.
Der starke Regen, der den Bundesstaat den ganzen Dienstag über getroffen hat, führte zu Überschwemmungen und umstürzenden Bäumen. Eine der am stärksten betroffenen Städte war Sorocaba im Landesinneren. Laut Zivilschutz wurden dort innerhalb von 24 Stunden 94 Millimeter Niederschlag registriert.