Mädchen von IS-Paar versklavt

"Kaufe sie, sie ist noch nicht vergewaltigt worden"

In Deutschland muss sich ein IS-Ehepaar vor Gericht verantworten. Die Vorwürfe wiegen schwer. Sie sollen zwei Mädchen versklavt haben.
Newsdesk Heute
10.12.2025, 21:35
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In München steht ein irakisches Ehepaar, welches der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angehören soll, vor Gericht. Seitens des Generalbundesanwalts werden ihnen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Opfer waren zwei jesidische Mädchen – eine von ihnen ist heute 20 Jahre alt.

Schläge, Zwangsarbeit und sexuelle Gewalt sollen an der Tagesordnung gestanden haben. Eines der Opfer sagte am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht aus. Für ihre Befragung sind vier Tage anberaumt, berichtet "stern.de".

Gekauft, geschlagen und vergewaltigt

Laut der heute 20-Jährigen sei sie von "sechs Männern gekauft und verkauft" worden. Als das Gericht sie fragte, ob der Angeklagte einer von ihnen sei, brach die junge Frau in Tränen aus. Sie könne ihren Peiniger nicht ansehen. Als die Frau von dem Iraker gekauft wurde, sei sie noch ein Kind gewesen. Er habe sie davor genau gemustert. Dabei hätten er und seine IS-Freunde das Mädchen verspottet. "Kaufe sie, sie ist noch nicht vergewaltigt worden", soll einer der Männer gesagt haben.

Ihr Leben bei dem irakischen Ehepaar war in weiterer Folge ein düsteres. Sie musste tagsüber den Haushalt machen, in der Nacht sei sie dann vergewaltigt worden. Auch dem zweiten – noch jüngeren – Opfer sei es so ergangen. Vorher soll der Beschuldigte die Mädchen noch mit einem Stock geschlagen haben.

Besonders brisant: Der Iraker soll schon mehr als zehn Jahre als Asylbewerber in Deutschland gelebt haben. Integriert haben dürfte er sich in dieser Zeit jedoch wenig. Im Jahr 2015 soll er dann in seine Heimat gereist sein, um sich dort dem IS anzuschließen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.12.2025, 21:35
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