Die Zwangsversteigerung von Melanie Müllers Luxus-Immobilie in Leipzig ist vorerst gescheitert. Beim ersten Termin vor dem Amtsgericht Leipzig ging für das ehemalige Bahnhofsgebäude im Stadtteil Wahren kein einziges Gebot ein.
Das Verfahren wurde deshalb zunächst eingestellt.
Dabei geht es um eine stattliche Immobilie: Das Anwesen mit rund 600 Quadratmetern Mietfläche und 1.572 Quadratmetern Grundstück wurde von Gutachtern auf rund 800.000 Euro geschätzt. Das Gebäude stammt ursprünglich aus dem Jahr 1902 und wurde erst 2020 umfassend modernisiert.
Doch die ehemalige Dschungelkönigin hat offenbar noch nicht aufgegeben. Laut Berichten stellte sie kurz vor dem Versteigerungstermin einen Antrag auf sogenannten freihändigen Verkauf. Bedeutet: Müller hofft, selbst einen Käufer zu finden – und damit möglicherweise einen deutlich besseren Preis zu erzielen als bei einer Zwangsversteigerung. Dafür müssten allerdings die Gläubiger zustimmen.
Zum Gerichtstermin selbst erschien die 37-Jährige nicht persönlich.
Die Sängerin steckt seit Monaten in massiven finanziellen Schwierigkeiten. Vor Gericht hatte Müller zuletzt erklärt, nur noch wenige Auftritte zu haben und halbtags angestellt zu arbeiten. Ihr monatliches Nettoeinkommen soll bei rund 1.500 Euro liegen. Zusätzlich soll sie Steuerschulden im niedrigen sechsstelligen Bereich haben.
Auch juristisch geriet die frühere Ballermann-Ikone zuletzt immer wieder in die Schlagzeilen. Im Januar wurde sie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Drogenbesitzes rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 3.500 Euro verurteilt.
Ganz vom Tisch ist die Zwangsversteigerung aber nicht. Laut Gericht können die Gläubiger innerhalb von sechs Monaten eine Fortsetzung des Verfahrens beantragen. Für Melanie Müller bleibt damit nur wenig Zeit, ihren "Geheimplan" umzusetzen und doch noch einen Käufer für das Anwesen zu finden.