"Wir entwickeln und bauen verfahrenstechnische Spezialanlagen. Unsere Kunden aus unterschiedlichen Branchen haben vielfältige Anforderungen hinsichtlich der Änderung, Erweiterung, Ertüchtigung, Erneuerung oder Übersiedlung ihrer verfahrenstechnischen Anlagen. Verlangt werden höchste Standards der Funktion, Qualität, Modernität und Wirtschaftlichkeit sowie ein sparsamer Umgang mit Energie und Ressourcen."
Und: "Wir unterstützen unsere Kunden indem wir ihre Produkte, ihre Verfahrenstechnik unter Einbezug der Energie- und Abwasserseite sowie die damit verbundenen komplexen Wechselwirkungen gesamtheitlich betrachten und verstehen. Daraus entwickeln wir geeignete individuelle Lösungen aus einer Hand", heißt es auf der Unternehmens-Homepage unter dem Punkt "Unsere Mission".
Jetzt die Hiobsbotschaft: Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gab am Mittwoch bekannt, dass über das Vermögen der Edtmayer Systemtechnik GmbH (Firmensitz in der Guntramsdorfer Straße in Mödling) auf Eigenantrag ein Konkursverfahren beim Landesgericht Wr. Neustadt eröffnet wurde.
Bei der Firma handelt es sich laut dem AKV um ein im Jahr 2012 gegründetes Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und dem Bau von verfahrenstechnischen Spezialanlagen befasst.
Die Anzahl der betroffenen Dienstnehmer ist derzeit noch nicht bekannt. Ebenso besteht Unklarheit darüber, bis zu wann die Löhne beglichen wurden.
Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz sind derzeit noch nicht bekannt, diese müssen im Zuge des Verfahrens erst von dem Insolvenzverwalter überprüft werden.
Die aktuellen Vermögensverhältnisse müssen im Zuge des Verfahrens auch erst durch den Insolvenzverwalter überprüft werden. "Erst nach Vorliegen einer Inventarisierung sowie der Schätzung eines vom Insolvenzverwalter noch zu bestellenden Gutachters kann der genaue Wert des im schuldnerischen Unternehmen befindlichen Anlage- und Umlaufvermögens bekannt gegeben werden", heißt es.
Zudem seien etwaige offene Forderungen noch auf deren Werthaltigkeit sowie Einbringlichkeit hin zu überprüfen.
Laut den vorliegenden Unterlagen sind derzeit 75 Gläubiger mit Gesamtforderungen in Höhe von rund 8,8 Mio. Euro betroffen, davon seien 2,4 Mio. Euro nachrangige Forderungen.
Derzeit wurden keine Anträge auf Entschuldung eingebracht. Ob die Sanierung des Unternehmens geplant ist, könne im Moment noch nicht gesagt werden und wird im Zuge des Verfahrens geklärt. Die weitere Vorgangsweise bleibe abzuwarten. Als Insolvenzverwalterin wurde Denise Rohringer bestellt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 21. Mai 2026 statt. Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.