Nächste Ministerin startet Attacke auf Mückstein

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) schießt scharf gegen den Grünen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) schießt scharf gegen den Grünen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.Hans Punz / APA; Tobias Steinmaurer / picturedesk.com; HEUTE-Montage
Scharfe Schramböck-Kritik an Mückstein: Statt "Lockdown-Drohkulisse für Geimpfte" solle er "endlich Tempo bei Medikamentenbeschaffung machen".

Die früher nach außen getragene Einigkeit ist dahin, die vierte Corona-Welle lässt auch innerhalb der türkis-grünen Koalition die Nerven blank liegen. Nach Tourismusministerin Elisabeth Köstinger schießt nun auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP) gegen den Grünen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein scharf:

"Es ist jetzt nicht die Zeit, Verunsicherung mit entbehrlichen Drohkulissen wie einem Lockdown für Geimpfte zu betreiben. Der Fokus liegt darauf, die Impfquote zu erhöhen, den dritten Stich zu forcieren und Medikamente gegen Corona zu beschaffen", so die türkise Ministerin am Montag.

ÖVP: Mückstein torpediert Impf-Bemühungen

Mückstein würde "beinahe täglich" seine Strategie ändern und "Verschärfungen und Einschränkungen auch für Geimpfte in den Raum" stellen, so Schramböck weiter. "Der Gesundheitsminister ist dringend gefordert, nicht weiter Chaos mitten in der Krise zu schaffen und die Menschen in Österreich durch abgesprochene Vorstöße zu verunsichern. Das konterkariert völlig die Bemühungen der Bundesregierung und der Länder zur Steigerung der Impfquote."

Der Kritik folgt auch der Appell an das Gesundheitsressort, den Fokus auf die Beschaffung von Medikamenten zu legen: "Neben der Impfung als wichtigste Maßnahme im Kampf gegen die Pandemie sind Medikamente ein wichtiges Instrument, um schwere Verläufe von Corona zu behandeln". Mückstein solle deshalb "endlich fixe Vereinbarungen zum dringend benötigten Medikamentenkauf" vornehmen.

"Jetzt Hausaufgaben machen"

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) prüfe bereits die Zulassung des Corona-Medikaments Molnupiravir des US-Pharmakonzerns Merck & Co. (MSD) zur Behandlung von erwachsenen Covid-19-Patienten. Diese solle laut Schramböck voraussichtlich noch im November erfolgen. In Großbritannien habe das Medikament bereits eine Genehmigung:

"Bis Ende des Jahres sollen rund 10 Millionen Dosen des Medikaments verfügbar sein. Das Gesundheitsministerium muss jetzt seine Hausaufgaben machen und so schnell wie möglich Kaufvereinbarungen für Medikamente abschließen", so Schramböck. Auch der Corona-Impfstoffhersteller Pfizer forsche an einer Tablette, die sich bereits in den USA im Zulassungsverfahren befindet. 

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