Zuletzt berichtete "Heute.at" Ende Juli über den Arzt aus dem Salzkammergut. Damals hatten sich schon 95 Opfer gemeldet gehabt, die missbraucht worden sein sollen.
Inzwischen stieg die Zahl der mutmaßlichen Opfer auf 109. Sagt die Staatsanwaltschaft Wels.
Zwei dieser Kinder würden an schweren Folgeschäden leiden, wie ein Gutachten ergeben hat. Das hat laut Silke Enzlmüller, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels, zur Folge, dass sich der Strafrahmen erhöht. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Arzt damit 15 Jahre Haft.
Erstmals bekannt wurde der Fall Anfang des Jahres. Die Mutter eines inzwischen 15-jährigen Buben hatte damals Anzeige erstattet. Der Schüler war seit seinem zwölften Lebensjahr bei dem Arzt in Behandlung wegen einer Hodenfehlstellung.
Über den Mediziner (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) wurde damals die U-Haft verhängt.
Nach Bekanntwerden des ersten Falls meldeten sich immer mehr Opfer. Anfang März waren es bereits 20 Buben, die der Arzt missbraucht haben soll. Ende Juli schon 95. Jetzt eben 109.
Staatsanwalt Christian Hubmer erklärte bereits im März: "Der Beschuldigte soll sich während der medizinischen Heilbehandlung an ihnen vergangen haben. Es wird wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und Missbrauchs des Autoritätsverhältnisses ermittelt."
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