Wer im Frühling Salat, Erdbeeren oder Blumen pflanzt, kennt das Problem: Nacktschnecken können über Nacht ganze Beete kahlfressen. Doch mit den richtigen Strategien lässt sich die Plage eindämmen.
Der Industrieverband Agrar (IVA) empfiehlt bei der Schneckenbekämpfung einen klaren Grundsatz: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Bei geringem Befall reicht es oft, die Tiere früh morgens oder spät abends per Hand abzusammeln.
Wie chip.de unter Berufung auf den IVA berichtet, helfen auch physische Barrieren gegen die Schädlinge. Schneckenzäune oder Kupferbänder rund um die Beete halten die Tiere fern - der Schneckenschleim reagiert nämlich giftig mit dem Metall.
Wer langfristig vorsorgen will, sollte natürliche Feinde der Schnecken in den Garten locken. Amseln, Stare und Elstern zählen zu den gefräßigen Schneckenjägern. Auch Igel, die in Laubhaufen Unterschlupf finden, sind wirksame Helfer.
Weitere Tipps für die Vorbeugung: Beete erst nach den ersten Frösten lockern - das zerstört die überwinternde Schneckenbrut. Unkraut stets entfernen und im Sommer nur dünn mulchen, etwa mit getrocknetem Laub oder Stroh.
Wer mit diesen Maßnahmen eine Schneckenplage nicht eindämmen kann, darf laut IVA auch Molluskizide einsetzen - bekannt als Schneckenkorn oder Schneckenlinsen. Diese Mittel töten die Schnecken, schaden aber laut Studien anderen Tieren wie Igeln, Vögeln oder Regenwürmern nicht.
Allerdings sollte man Schneckenkorn nur maßvoll und nach Vorschrift dosieren. Wichtig: Niemals anhäufen und angebrochene Verpackungen sicher vor Kindern und Haustieren lagern.