Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage kann sich für Hausbesitzer durchaus lohnen. Doch viele stehen vor der Frage, wie groß die Anlage eigentlich sein sollte. Eine zu kleine Anlage deckt den Strombedarf nicht ab, eine überdimensionierte ist unnötig teuer.
Photovoltaik-Experte Peter Bachmann nennt eine einfache Faustformel: Den jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden nimmt man mal 1,5 - das ergibt die passende Anlagengröße in Kilowattpeak. Für den Speicher rechnet man nochmals mit 1,5.
Ein Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch käme damit auf eine PV-Anlage mit 7,5 Kilowattpeak und einen Speicher mit rund 11 Kilowattstunden, nach Angaben von Chip.de. Damit sei eine Eigenverbrauchsquote von bis zu 80 Prozent möglich.
Wichtig ist laut dem Experten, die Dachfläche möglichst vollständig zu belegen. Denn der Strombedarf wird in Zukunft weiter steigen - etwa durch Wärmepumpen oder Elektroautos. Eine vierköpfige Familie mit E-Auto und Wärmepumpe kann auf 8.000 bis 10.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch kommen.
Spätere Erweiterungen sind oft teuer, weil beispielsweise wieder ein neues Gerüst aufgestellt werden muss, um weitere Module zu montieren. Wer gleich größer plant, spart sich diese Kosten.
Auch die Speichergröße sollte passend gewählt werden. Ein überdimensionierter Speicher ist eine unnötig teure Investition. Mit der richtigen Dimensionierung lässt sich der Eigenverbrauch aber deutlich steigern und die Stromrechnung merklich senken.