Arbeitsgespräch

"Batteriespeicher bringen Hunderte Jobs für NÖ"

Um den Ausbau von Batteriespeichern ging es bei einem Arbeitsgespräch in St. Pölten: Johanna Mikl-Leitner traf dabei Christoph Schmidt.
Niederösterreich Heute
03.09.2026, 10:00
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Um den Ausbau von Batteriespeichern ist es kürzlich bei einem Arbeitsgespräch im Landhaus in St. Pölten gegangen. Christoph Schmidt, Präsident des Bundesverbandes Energiespeicher Österreich und Geschäftsführer bei BLOCH3, traf dort Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Speicher senken die Kosten im Stromnetz, weil sie teure Spitzen abfangen, wurde dabei seitens des BLOCH3-Geschäftsführers betont. Der Bundesverband habe diesen Effekt wissenschaftlich aufarbeiten lassen: In den kommenden Jahren könnten damit Hunderte Millionen Euro für Haushalte und Betriebe eingespart werden. Bei Betrieben mit hohem Stromverbrauch falle die Entlastung besonders deutlich aus.

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Zweiter Effekt: Hunderte Arbeitsplätze

Dazu komme ein zweiter Effekt, der in den Regionen ankommt: Österreichweit könnten rund 1.000 Arbeitsplätze entstehen oder gesichert werden – ohne einen Euro Steuergeld. Legt man diese Jobs nach dem Anteil an der heimischen Wind- und Sonnenstrom-Erzeugung um, entfallen über 400 davon auf Niederösterreich – mehr als auf jedes andere Bundesland.

Gebraucht werden Elektro- und Anlagentechniker, Fachkräfte für Hoch- und Tiefbau, Metalltechniker, Planer und Servicemonteure. "Jede Kilowattstunde, die wir hier speichern, bleibt als Wertschöpfung im Land", so Schmidt. Der Bundesverband Energiespeicher Österreich wurde im Juni 2026 gegründet und vertritt über 60 heimische Unternehmen.

Projekte blieben bisher liegen

Dass viele Projekte bisher liegen bleiben, habe einen einfachen Grund: Speicher werden behandelt wie Endverbraucher. Sie zahlen zweimal Netzentgelt, obwohl sie den Strom gar nicht verbrauchen, sondern wieder ins Netz zurückgeben. Investitionen von bis zu fünf Milliarden Euro liegen deshalb auf Eis, so die Kritik.

"Wir fordern keine Förderungen, wir fordern moderne Rahmenbedingungen und damit ein Tarifmodell, dass Speicher als solche behandelt. Fällt die doppelte Belastung weg, investieren unsere Betriebe sofort", sagte Schmidt. Der Weg dorthin sei längst vorgezeichnet: "Die Lösung liegt auf dem Tisch – man muss Speicher als das anerkennen, was sie sind: nützliche Infrastruktur für das Netz. Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz und dem Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz gibt es eine erste Grundlage. Jetzt geht es um die Umsetzung – und Niederösterreich ist eines der Bundesländer das vorzeigt, wie das gehen kann."

In Niederösterreich sind die Weichen gestellt: Das NÖ Klima- und Energieprogramm 2030 sieht einen einfachen Netzzugang auch für Speicher vor.

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