Damentoilette angezapft

Mit Haaren & Säure – Bank-Räuber tricksen Ermittler aus

Der Millionenraub in einer Sparkasse in Gelsenkirchen sorgt weiterhin für Aufregung. Die Täter gingen dabei besonders raffiniert vor.
Newsdesk Heute
18.01.2026, 20:18
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Immer mehr Details kommen ans Licht, wie 20 Minuten berichtet. Die Räuber bohrten sich mit einem Profi-Kernbohrer durch den Archivraum direkt in den Tresor. Dort knackten sie fast alle Schließfächer.

Zum Kühlen des Diamantbohrers zapften sie mit einem mehr als 20 Meter langen Gartenschlauch Wasser von der Damentoilette ab. Laut Experten deutet das auf echtes Fachwissen hin. Als in der Früh der Feueralarm losging, war der Schlauch plötzlich verschwunden. Die Ermittler vermuten, dass ein Komplize die Bande rechtzeitig gewarnt hat.

Spuren gezielt verwischt

Im Tresorraum klebten die Einbrecher sogar die Bewegungsmelder ab. Um möglichst keine Spuren zu hinterlassen, verteilten sie Säure und entleerten einen Feuerlöscher. Die Ermittlungsarbeiten sind dadurch deutlich schwieriger und müssen unter besonderen Schutzmaßnahmen ablaufen.

Auffällig: Die Täter wollten die Polizei offenbar absichtlich in die Irre führen. So fanden die Ermittler jede Menge Haare im Tresorraum – vermutlich aus einem Friseursalon.

Der spektakuläre Coup passierte kurz nach Weihnachten. Die Einbrecher knackten mehr als 3.000 Schließfächer. Die Beute soll laut Schätzungen weit über 100 Millionen Euro liegen. Registrierte oder leicht zuzuordnende Wertgegenstände ließen sie zurück.

Bis jetzt fehlt von den Tätern jede Spur. Vor einigen Tagen tauchten in einem Mistkübel beim Dortmunder Bahnhof die benutzten, gestohlenen Kontrollschilder auf.

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