Gewinnspiel

Mit "Heute" zum Dokumentarfilm "No Mercy"

Führende Regisseurinnen packen aus: Macht, Lust und Bilder im Blick der Weiblichkeit.
"No Mercy" ist ab 27. Februar im Kino. Wir verlosen 10x2 Tickets.
Heute Entertainment
24.02.2026, 06:00
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Der Begriff des "Female Gaze" erlebt derzeit ein Comeback – und wird zugleich intensiv diskutiert. Gemeint ist ein Perspektivwechsel: weg von der Objektivierung durch den "Male Gaze", hin zu einem Blick jenseits starrer Geschlechterordnungen. Der Dokumentarfilm der Kultregisseurin Kira Muratova widmet sich genau diesem Ansatz und rückt Frauen in der Kunst- und Filmbranche in den Mittelpunkt. Kinostart ist am 27. Februar.

"No Mercy" ist ein filmischer Befreiungsschlag: ein (female) Blick auf das revolutionäre Filmschaffen von Frauen und das Zusammenspiel von Macht, Geschlecht und Freiheit. Regisseurin Isa Willinger versammelt dafür prägende Stimmen wie Céline Sciamma, Alice Diop, Joey Soloway, Nina Menkes, Valie Export, Catherine Breillat, Ana Lily Amirpour und Virginie Despentes – von Pionierinnen des feministischen Kinos bis zu internationalen Stimmen der Gegenwart.

Die Gegenbewegung zum "Male Gaze"

Erstmals treten sie in einen intimen Austausch über Kunst, Wut, Verletzlichkeit und die Bilder, die unsere Wahrnehmung prägen. Filmregisseurin und Drehbuchautorin Ana Lily Amirpour bringt es auf den Punkt: "Ein Kind aus der Vagina zu pressen, erfordert Kraft – Frauen sind stark". Ausgehend von Kira Muratovas Beobachtung, dass Frauen die radikaleren Filme drehen, sprechen die Filmemacherinnen über Sex, Gewalt, Trauma, Lust, Zärtlichkeit, Poetik – und den viel diskutierten Female Gaze.

Um den Begriff einzuordnen, hilft ein Blick auf dessen Gegenbegriff: den "Male Gaze". Dieser beschreibt in seinem Kern die Theorie der sexuellen Objektivierung von Frauen. Hinter dieser Definition steckt das Phänomen, dass weibliche Figuren in vielen Filmen nicht als handelnde Personen betrachtet, sondern von Männern als Eye-Candy, als Requisite, schlicht als Objekt, inszeniert würden. Die Theorie bezieht sich dabei auch auf die Kameraführung – die Kamera verfolge die Perspektive des "männlichen Blicks".

Der "Female Gaze" soll dabei aber keine radikale Gegenbewegung zum Male Gaze sein. Vielmehr löst sich dieser von patriarchalen Annahmen des binären Geschlechterkonstrukts. Er soll die Identitäten, Blickwinkel und Gefühle aller mitdenken und betrachten. Nie zuvor hat man Regisseurinnen auf der Leinwand so offen und nah erlebt. "No Mercy" ist provokant, schonungslos ehrlich, humor- voll – und vor allem ein großes Kinoerlebnis.

Das Gewinnspiel ist aktiv bis 3. Februar 2026, 8.00 Uhr. Die Gewinner werden per E-Mail verständigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.02.2026, 09:06, 24.02.2026, 06:00
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