BAFTA-Eklat

"Wegen Tourette": Schwarze Stars rassistisch beschimpft

Ein rassistischer Zwischenruf stört die Preisverleihung – die BBC erklärt den Vorfall später mit dem Tourette-Syndrom und entschuldigt sich.
Anna Wallinger
23.02.2026, 18:57
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Am Sonntag, den 22. Februar 2026, standen Michael B. Jordan und Delroy Lindo gemeinsam auf der Bühne der Royal Festival Hall zur Verleihung der British Academy Film Awards. Kaum hatten die Filmgrößen die ersten Worte gesprochen, wurde die kurze Stille von einem unerwarteten Zwischenruf durchbrochen: Das N-Wort hallt kommentarlos in der Royal Festival Hall in London nach.

Die BBC erklärte später, dass der Vorfall durch das Tourette-Syndrom verursacht wurde, bei dem Betroffene unkontrolliert Worte oder Laute von sich geben können. Der Sender entschuldigte sich für die Beleidigung, die Zuschauerinnen und Zuschauer verletzt haben könnte.

Zwischenruf kam von Tourette-Aktivisten

Tourette ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch sogenannte Tics äußert: Betroffene führen unkontrolliert Bewegungen aus oder stoßen plötzlich Laute und manchmal auch einzelne Worte aus. Laut BBC stammte der Zwischenruf von John Davidson, der als schottischer Tourette-Aktivist im britischen Film "I Swear" dargestellt wird.

Robert Aramayo gewann bei der Preisverleihung den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Rolle als Davidson – der echte Aktivist saß selbst im Publikum. Schon in der ersten Hälfte der Veranstaltung waren, wie das Magazin "Variety" berichtete, weitere beleidigende Äußerungen zu hören. Moderator Alan Cumming erklärte während der Show den Hintergrund des Tourette-Syndroms und dankte dem Publikum für sein Verständnis.

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