Im Sommer 2018 wechselte Red Bull den Motorenhersteller von Renault auf Honda. Motorsport-Chef Helmut Marko zeigt sich nach den Testfahrten zuversichtlich. Mit den neuen Triebwerken ortet der 75-Jährige eine realistische Chance im Duell mit Ferrari und Mercedes bei der WM 2019.
Für Red Bull war der Wechsel von Renault zu Honda laut Marko "das Beste, was wir machen konnten", sagte er der APA. Der Steirer bleibt trotz des Crashs von RB-Pilot Pierre Gasly am vorletzten Tag optimistisch. Und das, obwohl die Ersatzteile knapp wurden und "Verstappen am letzten Tag kaum zum Fahren gekommen ist."
"Fünf Siege sind das Minimum, das ich mir erwarte, und damit glaube ich, dass man auch eine gewisse WM-Chance hat", sagte der Motorsport-Chef zur APA. "Es wird wahrscheinlich ein Dreikampf sein zwischen Vettel, Hamilton und Verstappen."
Ob Red Bull in der Lage sein wird, mit Ferrari und Mercedes über die gesamte Saison hinaus mitzuhalten, wird sich zeigen. "Wie weit jetzt der Honda-Motor PS-mäßig an Mercedes schon herankommt, lässt sich auch schwer sagen. Aber Honda hat das Potenzial, hat die Ideen und hat die Kraft, auch während der Saison starke Entwicklungen zu bringen. Vor allem die Zuverlässigkeit ist mehr als beeindruckend", schwärmte Marko.
Obwohl Red Bull weiterhin auf eine Stallorder verzichtet, ist dennoch klar, dass Verstappen seinem Teamkollegen Gasly einiges voraus hat. "Das bleibt weiterhin so. Aber was wir bei den Tests gesehen haben, ist, dass der Gasly noch nicht auf dem Niveau von Verstappen ist. Das haben wir aber auch noch nicht erwartet", erklärte Marko.
(mag)