Oberösterreich

Mit Lüge reingelegt – Welser übergab Betrüger 60.000 €

Ein 83-jähriger Welser wurde am Freitag Opfer einer Gaunerei. Eine Betrügerin gab sich als Polizistin aus und verlangte Geld von ihm.
Johannes Rausch
17.07.2022, 16:12
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Der Welser Pensionist wurde am Freitag auf seinem Handy angerufen. Es meldete sich eine Frau, welche sich als Polizeibedienstete ausgab, und verlangte von ihm eine Kaution für seine Schwiegertochter. Bei Nichtzahlung müsse sie mehrere Wochen in Untersuchungshaft.

Darauf steckte der 83-jähriger Welser Gold im fünfstelligen Wert in eine kleine braune Lederhandtasche, welche er einem Boten überreichte, welcher schon vor seinem Haus wartete.

Eine Nachfrage von "Heute"bei der Landespolizeidirektion OÖ ergab, dass es sich um Gold im Wert von 60.000 Euro handelte.

Achtung vor "Kautionstricks"

Immer wieder kommt es leider zu solchen "Kautionstricks", wie Betrüge dieser Art genannt werden. Erst kürzlich konnte die Polizei einer polnischen Bande in Niederösterreich das Handwerk legen.

Oft läuft es bei einem Kautionsbetrug so ab, dass sich ein unbekannter Täter als Kriminalbeamter ausgibt und dem  Opfer mitteilt, dass die Tochter oder der Sohn einen Verkehrsunfall verursacht habe und somit eine Kaution bezahlt werden müsse. Zahlt das Opfer die Kaution in häufig fünfstelliger Höhe nicht, müsse die Tochter oder der Sohn eine Haftstrafe antreten.

Präventionstipps der Wiener Polizei

Die Wiener Polizei gibt folgende Präventionstipps um Kautionsbetrügen vorzubeugen:

Wie schütze ich mich vor Trickbetrügern (falschen Polizisten)?

- Die Polizei kassiert niemals eine „Kaution“ (eine Kaution wird bei Gericht hinterlegt).

- Die Polizei wird niemals Wertgegenstände/Geld prophylaktisch "mit- nehmen, weil ein Einbruch bevorsteht" (so formulieren es Betrüger).

- Gibt sich jemand am Telefon als Polizei aus und fragt nach Geld: das Telefonat sofort beenden und den Polizei-Notruf wählen (133).

Wie schütze ich meine Familie, vor allem die älteren Generationen?

Rufen Sie noch heute Gefährdete im Familienkreis an und informieren Sie diese über den Betrugsmodus und über die Präventionsmaßnahmen.

Wer ist besonders gefährdet?

- Trickbetrüger (falsche Polizisten, Kautionstrick) suchen gezielt nach Opfern mit nicht mehr gebräuchlichen bzw. "altmodischen" Vornamen.

- Die meisten bislang bekannten Opfer haben Geburtsdaten vor 1950, häufig vor 1940, und sind somit über 80 Jahre alt.

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