Mit Mafiosi im Urlaub! WM-Keeper muss vor Gericht

Pepe Reina freundete sich beim SSC Napoli scheinbar mit der örtlichen Mafia an. Man tauschte Gefälligkeiten aus – jetzt ermittelt die Justiz gegen den Spanier.

Den Pfingstmontag 2018 wird Pepe Reina sein ganzes Leben lang wohl nicht mehr vergessen. Erst erreichte den Napoli-Keeper die gute Nachricht: Er schaffte es in den vorläufigen WM-Kader seiner Heimat Spanien.

Doch die schlechte Nachricht folgte nur wenig später – und die hatte es in sich! In einer offiziellen Mitteilung gab der italienische Fußball-Verband bekannt, dass sich Reina vor dem Sportgericht wegen mutmaßlicher Kontakte zur Mafia verantworten muss. Dabei geht es um regelmäßige Treffen mit Mitgliedern des in Neapel ansässigen Mafia-Clans "Camorra".

Wer am Fuße des Vesuv kickt, kommt an den Mafiosi nicht vorbei – zu groß ist ihr Einfluss in allen Bereichen der Gesellschaft. Aber Reina hat den Bogen überspannt. Er soll sich mit drei mutmaßlichen "Camorra"-Mitgliedern befreundet haben, gemeinsam ging es sogar in den Urlaub. Auch gegenseitige Gefälligkeiten waren gang und gäbe: So soll das Trio dem Torhüter teure Luxus-Schlitten überlassen haben, im Gegenzug dazu durfte es während den Spielen in Bereiche des San-Paolo-Stadions, die sonst versperrt sind.

Reina ist aber kein Einzelfall. Neben ihm müssen sich auch die Ex-Profis Paolo Cannavaro und Salvatore Aronica vor dem Sportgericht verantworten.

(red.)

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