Er war gerade noch bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina als Vorspringer im Einsatz – jetzt hebt Lukas Schönberger über den Dächern von Graz ab. Der 22-Jährige tauschte die große Bühne gegen den Schlossberg und machte dort kurzerhand sein eigenes Skisprung-Projekt wahr.
Wo sonst Spaziergänger die Aussicht genießen, formte er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine Schanze in den Schnee. K-Punkt: 15 Meter. Kein Weltcup-Format, aber definitiv schlagzeilentauglich.
"In der Nacht hab ich alles platt getreten und gebaut, und am Vormittag ist es gegen 10:00 losgegangen", erzählt Schönberger gegenüber "Heute". Drei bis vier Stunden dauerte die Bauaktion. Die Idee dazu entstand ganz spontan. "Bin am Samstag von Olympia heimgekommen und hab gesagt: Ich bau' jetzt eine Schanze am Schlossberg."
Als die Konstruktion stand, griff er zum Handy. Per FaceTime fragte er einen Kumpel, ob er Lust auf die Aktion habe. "Er war sofort dabei." Also wurde aus einer spontanen Idee ein echtes Sprung-Event – zwar nicht offiziell genehmigt, aber mit jeder Menge Zusehern. Viele staunten über die Sprungski mitten in Graz und verfolgten neugierig jeden Absprung.
Auf Social Media kündigte Schönberger das nächste Highlight an: "Um 12.00 kommt das Video: POV Skispringen in Graz." Die Zuschauer erleben Anlauf, Absprung und Landung direkt aus seiner Perspektive. Und eines kann man ihm nicht absprechen: Den Absprung ins Netz erwischt er jedes Mal punktgenau.
Schon mit seiner legendären Langlauf-Aktion ohne Schnee sorgte Schönberger für Lacher. Damals lief er in pinker Unterhose durch die Grazer Innenstadt und machte Asphalt zur Loipe. Passanten blieben stehen, zückten ihre Handys, das Internet feierte ihn. Statt Skianzug gab es Haut, statt Schnee nur Schmäh – und die virale Landung stand er mit Telemark.
Jetzt tauscht er wieder die Stöcke gegen Sprungski. Ob 15 Meter oder Olympia-Schanze: Lukas Schönberger beweist, dass man für große Aufmerksamkeit manchmal nur ein bisserl Schnee, Mut und eine gute Idee braucht.