Ärger wegen Kennzeichen

Steirer zahlt 500 Euro für gleiches Wunsch-Taferl

Ein Murauer meldete sein Auto von Firma auf privat um - und musste für dasselbe Wunschkennzeichen rund 500 Euro neu zahlen.
Österreich Heute
23.02.2026, 14:34
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Mit so einer Rechnung hat Harald Mayr aus Murau nicht gerechnet. Der Unternehmer wollte sein Firmenauto in der Pension privat weiterfahren - samt Wunschkennzeichen, das er bereits vor rund fünf Jahren bezahlt hatte und das noch lange gültig wäre.

Doch bei der Ummeldung kam die Überraschung, berichtet die "Kleine Zeitung": Das Wunschkennzeichen musste neu beantragt werden. Obwohl es nicht vergeben war, wurden erneut Gebühren fällig. Rund 500 Euro kostete der Vorgang, etwa die Hälfte davon ging an die Behörde.

"Welch Wunder, mein Kennzeichen war nicht vergeben und wurde bewilligt", sagt Mayr sarkastisch. Für ihn unverständlich: Er habe praktisch für dasselbe Kennzeichen noch einmal zahlen müssen.

Gesetz lässt keine Wahl

Eine automatische Übertragung vom Firmen- aufs Privatfahrzeug ist laut Kraftfahrgesetz nicht vorgesehen. Seine Taferl lagen drei Tage bei der Bezirkshauptmannschaft – danach bekam er sie wieder zurück.

In der Zwischenzeit musste der Murauer mit anderen Kennzeichen fahren. Das bedeutete auch: Pickerl tauschen – und wenige Tage später nochmals tauschen, damit es wieder zum Wunschkennzeichen passt.

Kritik am Bürgerservice

Wie die "Kleine Zeitung" zuerst berichtete, fühlte sich Mayr beim Bürgerservice zudem nicht ernst genommen. Auf seine Nachfrage, ob hier nicht etwas schieflaufe, habe man ihm lediglich mitgeteilt, man sei nicht zuständig. Auch an das Entbürokratisierungspaket von Staatssekretär Sepp Schellhorn glaubt er daher nur bedingt.

Der Murauer Bezirkshauptmann Peter Plöbst betont hingegen, man habe korrekt nach dem Kraftfahrgesetz gehandelt. Eine andere rechtskonforme Lösung gebe es nicht, zudem habe man versucht, auf den Steirer einzugehen.

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