Am Münchner Flughafen herrschte in den Donnerstagabendstunden regelrechtes Chaos. Aufgrund der starken Schneefälle wurden mehrere Flüge gestrichen – und das, obwohl sich bereits alle Reisenden an Bord befanden und die Maschinen startbereit waren.
Am Ende mussten rund 500 Passagiere die gesamte Nacht in den Flugzeugen auf dem Vorfeld des Flughafens verbringen, denn alle Parkplätze in der Nähe des Terminals waren bereits besetzt und auch Busse, um die Fluggäste zurückzubringen, fehlten. Von den Streichungen war auch ein Flug der Air Dolomiti nach Graz betroffen – "Heute" berichtete.
Auch die Passagiere, die nach Graz wollten, waren in ihrer Maschine gefangen und harrten die ganze Nacht aus. Gegenüber der "Kleinen Zeitung" erzählt ein Betroffener von seiner Nacht im Flugzeug. Eigentlich hätte die Maschine gegen 21.45 Uhr abheben sollen, doch daraus wurde nichts.
Laut dem Passagier aus Graz habe das Flugzeug dennoch bis 0.30 Uhr bei der Startbahn gewartet, erst danach erfolgte der Abbruch. Die darauffolgenden Stunden verbrachte der Mann auf seinem Flugzeugsitz.
Erlöst wurden er und seine Mitreisenden erst gegen 4.30 Uhr. Nach einer langen Nacht im Flieger wurden die Passagiere zum Terminal zurückgebracht. Verbessert habe dies die Lage aber nicht wirklich.
"Dort hat sich niemand um uns gekümmert", beschwerte sich der Grazer gegenüber der "Kleinen". Demnach hätten die Passagiere auch nur wenige Informationen erhalten, wie es nun weitergeht. Schlussendlich konnte man um 8.15 Uhr mit einem anderen Flug nach Graz gebracht werden. Die Landung erfolgte mit leichter Verspätung um 9.57 Uhr.