Sucht man in Österreich Polit-Aussendungen nach "Babler" und "Migration", findet sich in den letzten zwölf Monaten kein einziger inhaltlicher Treffer. Dafür umso mehr von der FPÖ, die nicht nur dieses Thema bespielt wie kein Zweiter, sondern auch die Positionen des Vizekanzlers dazu kritisiert. Doch wie schauen diese überhaupt aus?
Auch der SPÖ-Chef hat das Problem jetzt offenbar erkannt. "Wir gehen beim Thema Migration in die Offensive", postet Babler seinen Entschluss auf Instagram. "Es kann nicht sein, dass immer jene am lautesten über Migration sprechen, die am wenigsten darüber wissen. Damit muss Schluss sein."
Babler wiederum habe in seiner Zeit als Bürgermeister Traiskirchens erlebt, was passiert, wenn die Politik statt Ordnung nur Chaos produziert. Für ihn sei klar, dass man niemals nach unten treten dürfe, auch wenn es viele Probleme gibt.
"Wenn Kinder an den Schulen kein Deutsch sprechen, ist das nicht in Ordnung. Das ist Chaos. Aber das löst man nicht durch Abschottung. Sondern durch verbindende Deutschförderung." Genauso sei es nicht in Ordnung, wenn Jugendliche im Netz von Hasspredigern radikalisiert werden. Die Lösung des Vizekanzlers hierfür wären Altersbegrenzungen und die Plattformen in die Pflicht zu nehmen.
Herumlungernde Menschen am Bahnhof? Auch nicht in Ordnung, auch "Chaos", die Lösung: Ihnen eine Perspektive durch schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt geben.
"Regeln und Ordnung sind die Grundlage für Menschlichkeit und Solidarität. Und jetzt gehen wir in die Offensive: Wir nehmen der FPÖ das Thema weg. Das Land braucht keine Spaltung, es braucht Ordnung", fasst Babler das neue SPÖ-Motto zusammen: "Ordnen statt Spalten."