Auch Graz-Flug betroffen

500 Passagiere über Nacht in Fliegern gefangen

Schnee-Chaos am Flughafen München: 500 Passagiere mussten nach kurzfristigen Flugstreichungen die Nacht in startbereiten Maschinen verbringen.
Newsdesk Heute
22.02.2026, 18:38
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Rund 500 Passagiere haben mitten im Winter unfreiwillig eine Nacht in Flugzeugen am Flughafen München verbracht. Ihre für Donnerstagabend geplanten Flüge waren nach starken Schneefällen in der Nacht auf Freitag gestrichen worden – und das, obwohl sich bereits alle Reisenden an Bord befanden und die Maschinen startbereit waren. Das bestätigte ein Sprecher der Lufthansa. Demnach war auch ein Flug der Air Dolomiti nach Graz von den Maßnahmen betroffen.

Keine Rückkehr zum Terminal möglich

Laut Angaben des Flughafens konnten die Passagiere nicht mehr ins Terminal zurückgebracht werden. Grund dafür seien fehlende Busse sowie keine verfügbaren Parkpositionen direkt am Terminal gewesen. Die Reisenden mussten daher zwangsläufig die Nacht in den Flugzeugen verbringen. Zuvor hatte RTL.de über den Vorfall berichtet.

Die starken Schneefälle hatten bereits am Donnerstag den gesamten Tag über für massive Verspätungen und Flugausfälle gesorgt. Insgesamt seien 100 Flüge gestrichen worden, teilte der Flughafen mit.

Am Abend erhielten einige Verbindungen noch Sondergenehmigungen für Starts nach 1.00 Uhr – in München gilt normalerweise ein Nachtflugverbot. Doch wegen der anhaltenden Schneefälle bekamen schließlich selbst bereits abgefertigte und startbereite Maschinen keine Starterlaubnis mehr, wie ein Lufthansa-Sprecher erklärte.

Im Flugzeug übernachtet

Betroffen waren laut Lufthansa drei eigene Flüge nach Singapur, Kopenhagen und Danzig sowie zwei Flüge von Air Dolomiti nach Graz und Venedig. Weder Passagiere noch Besatzungen konnten die Flugzeuge verlassen. Sie mussten die Nacht auf dem Vorfeld verbringen.

Erst in den frühen Morgenstunden standen wieder Busse zur Verfügung, die die Fluggäste schließlich abholten und zum Terminal brachten.

Warum in der Nacht keine Busse verfügbar waren, konnte der Lufthansa-Sprecher nicht sagen. Für die Organisation der Busse sei der Flughafen zuständig. Der Flughafen war für weitere Nachfragen am Sonntag zunächst nicht erreichbar. In einer Stellungnahme hieß es lediglich: "Wir bedauern die damit entstandenen Unannehmlichkeiten sehr."

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